Die erste Aktionswoche gegen Rassismus in Schaffhausen, die vom 21. bis 28. März 2026 stattfand, hat die Stadt auf eine ganz besondere Weise zusammengebracht. Organisiert von der Stadt Schaffhausen und der Integrationsfachstelle Integres, wurde ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das die Bevölkerung begeistert hat. Mit rund 20 Veranstaltungen und Standaktionen, wie Vorträgen, Workshops, Kulturveranstaltungen und offenen Begegnungsräumen, wurde ein starkes Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Es waren nicht nur die Einheimischen, die sich angesprochen fühlten – auch Fachpersonen aus Schulen und sozialen Einrichtungen sowie viele Jugendliche kamen in Scharen vorbei.

Die Nachfrage war so hoch, dass viele Angebote ausgebucht waren. Besondere Höhepunkte waren der historische Stadtrundgang mit Hans Fässler, die Workshops von Amnesty International, eine Lesung von Emilia Roig aus ihrem Buch „Why We Matter“ und das mitreißende Konzert der Band Šuma Čovjek. Das Projekt „Mosaik der Menschlichkeit“, das in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz Kanton Schaffhausen, der städtischen Jugendarbeit und dem Kulturlabor entstand, hat zusätzlich zur Vielfalt beigetragen.

Ein starkes Zeichen setzen

Die Aktionswoche, die jährlich um den 21. März – dem internationalen Tag zur Überwindung der Rassendiskriminierung – stattfindet, hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Rassismus nahbar zu machen und Betroffene zu stärken. Hierbei haben sich zahlreiche Vereine und Institutionen in Schaffhausen engagiert. Die Verantwortung für ein respektvolles Zusammenleben zu übernehmen, ist ein zentrales Anliegen dieser Veranstaltungen. Die positive Resonanz der Besuchenden zeigt, dass viele sich mit eigenen Vorurteilen auseinander gesetzt haben und wertvolle Impulse mitnehmen konnten.

Die Durchführung dieser wichtigen Woche kostete rund 40’000 Franken, was durch die Eigenleistungen der Partnerorganisationen und die finanzielle Unterstützung von Stadt und Kanton gedeckt wurde. Man könnte sagen, dass die Stadt sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten für eine inklusive Gesellschaft einsetzt. Die Planung einer weiteren Aktionswoche in den kommenden Jahren steht bereits zur Diskussion.

Wissenschaftliche Einblicke und Herausforderungen

Im Kontext dieser Bemühungen ist es wichtig, auch auf die wissenschaftlichen Studien zu Rassismus in der Schweiz hinzuweisen. Die Grundlagenstudie „Antimuslimischer Rassismus in der Schweiz“, veröffentlicht im Februar 2025, beleuchtet strukturelle Diskriminierungen und bietet wertvolle Erkenntnisse über die Erfahrungen von Betroffenen. Diese Art von Forschung ist essenziell, um die Herausforderungen zu verstehen, vor denen wir stehen, und um gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus zu entwickeln.

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Die Fachstelle für Rassismusbekämpfung hat in den letzten Jahren zahlreiche Berichte veröffentlicht, die die Einstellungen der Bevölkerung zu Rassismus und Diskriminierung analysieren. Die Ergebnisse sind nicht nur alarmierend, sondern zeigen auch, wie wichtig es ist, dass Initiativen wie die Aktionswoche gegen Rassismus weitergeführt werden. Es braucht nicht nur Raum für Diskussionen, sondern auch konkrete Handlungen, um den Herausforderungen unserer Zeit begegnen zu können – und das wird in Schaffhausen ganz klar erkannt.

Für weitere Informationen zur Aktionswoche und den geplanten Angeboten können Interessierte auf das detaillierte Programm online zugreifen oder sich direkt an die Ansprechpersonen wenden: Christine Thommen, Sozial- und Sicherheitsreferentin, Markus Tanner von der Bereichsleitung Soziales und Sara De Ventura von Integres Schaffhausen stehen gerne für Auskünfte zur Verfügung. Damit bleibt auch in Zukunft der Dialog über Rassismus und Diskriminierung lebendig und die Hoffnung auf eine gerechtere Gesellschaft stark.