Schaffhausen auf dem Weg zur Recycling-Revolution: Ein neuer Kurs für Kunststoffe und Verpackungen
In der charmanten Stadt Schaffhausen, wo die Aare sanft plätschert und die Altstadt mit ihren historischen Gassen zum Flanieren einlädt, tut sich gerade einiges in der Welt des Recyclings. Die InnoRecycling AG und RecyPac haben sich zusammengetan und eine Absichtserklärung für einen Systemwechsel unterzeichnet. Das ist nicht nur ein kleiner Schritt, sondern ein gewaltiger Sprung in die richtige Richtung, wenn es um die Sortierung und hochwertige Verwertung von Kunststoffen geht. Mit einem klaren Fokus auf diesen Bereich wird auch eine moderne Sortieranlage gebaut, um die Ressourcen optimal zu nutzen.
Das bewährte Sammelsystem «Bring Plastic Back» wird nun an RecyPac übergeben. Und das Beste daran? Ab Juli 2026 können die Schaffhauser in Denner-Filialen ein Pilotprojekt zur Rücknahme von Sammelsäcken testen. Hier dürfen alle Plastikverpackungen und Getränkekartons in den neuen «RecyBag», der von über 1,4 Millionen Menschen genutzt wird. Das macht das Recycling nicht nur einfacher, sondern auch gemütlicher – denn das Ausspülen der Behältnisse ist nicht mehr nötig, sie müssen lediglich restentleert sein. Ein echter Fortschritt, oder?
Neue Verpackungsverordnung und ihre Auswirkungen
Am 24. Juni 2026 hat der Bundesrat eine neue Verpackungsverordnung verabschiedet, die tiefgreifende Änderungen für die Sammlung von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons aus Haushalten mit sich bringt. Ab sofort gelten diese Verpackungen nicht mehr als herkömmlicher Siedlungsabfall. Stattdessen müssen die Hersteller nun für die Rücknahme ihrer Verpackungen verantwortlich sein – das Prinzip der erweiterten Produzentenverantwortung ist hier das Zauberwort. Verbindliche Verwertungsquoten von 55 % für Plastik-Verpackungen und 70 % für Getränkekartons stehen auf der Agenda. Ein klarer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, der Planungssicherheit für RecyPac und die Gemeinden schafft.
Kathrin Amacker, die Präsidentin von RecyPac, hebt hervor, wie wichtig diese Zusammenarbeit ist, um eine einheitliche Sammlung zu gewährleisten. Das Ziel? Die Convenience für die Konsumenten erhöhen und die Sammelmengen steigern. Markus Tonner, Geschäftsführer von InnoRecycling, spricht von einer strategischen Weiterentwicklung und dem Aufbau der Sortieranlage. Es wird ehrgeizig angestrebt, anspruchsvolle Recyclingquoten bis 2030 zu erreichen.
Ein Weg in die Zukunft
Die neue Verordnung, die voraussichtlich 2027 in Kraft tritt, wird mit gestaffelten Übergangsfristen umgesetzt. Dazu gehört eine Rücknahmepflicht für Kunststoff- und Getränkekartons ab 2028 sowie Meldepflichten ab 2029. Swiss Recycle sieht in diesem Verordnungsentwurf eine große Chance für einen kohärenten, ressourcenschonenden Umgang mit Verpackungen. Die Idee ist, ein schweizweit durchgängiges Recyclingsystem zu schaffen und die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu intensivieren.
Die Einführung einer subsidiären Rücknahmepflicht für Kunststoffverpackungen und Getränkekartons, zusammen mit erweiterten Meldepflichten, wird als wichtiger Schritt angesehen. So sollen zuverlässige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die sowohl den Herstellern als auch den Konsumenten zugutekommen. Die neuen Regelungen bringen frischen Wind in die Recyclinglandschaft der Schweiz und zeigen, dass auch kleine Schritte in die richtige Richtung eine große Wirkung entfalten können.
In Schaffhausen wird also nicht nur der Kaffee in den Cafés frisch gebrüht, sondern auch die Gespräche über das Recycling innovativer. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden, während die Schaffhauser Bürgerinnen und Bürger Teil dieser aufregenden Veränderungen werden. Die Zukunft des Recyclings sieht vielversprechend aus!
