Heute ist der 22.07.2026 und wir sind hier in Schaffhausen, wo die Reiterfamilien eine lange Tradition und einen bemerkenswerten Einfluss auf den Pferdesport haben. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie das Engagement und die Leidenschaft für den Reitsport über Generationen weitergegeben werden. Hier gibt es nicht nur einen Haufen talentierter Reiter, sondern auch faszinierende Geschichten, die die Welt des Pferdesports prägen.

Nehmen wir zum Beispiel Marianne Gossweiler-Fankhauser. Sie war die erste Frau, die für die Schweiz an den Olympischen Sommerspielen teilnahm. Das war 1964 in Tokio. Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille in der Mannschaftswertung hat sie Geschichte geschrieben. Ihre Wurzeln liegen tief in Schaffhausen, wo ihr Vater Heinrich Gossweiler eine Pferdehandlung betrieb. Der gute alte Heinrich lieferte nicht nur Wagenpferde für die Landwirtschaft, sondern auch Reitpferde, die viele Reiterträume verwirklichten. Nach ihrer glorreichen Olympiade in Mexiko 1968 heiratete sie den Ruderer Urs Fankhauser und beendete ihre Karriere im Spitzensport. Doch das Feuer für die Reitkunst brannte weiter in ihr. Vor 15 Jahren begann sie, monatliche Artikel für das Pferdesport-Magazin Kavallo zu schreiben. Ein kleines, aber feines Erbe, das sie nun mit einer Broschüre namens „Reiterwissen“ festgehalten hat.

Die nächste Generation des Reitsports

Und dann haben wir Beat Mändli, auch ein Name, der in der Reiterwelt nicht unbekannt ist. Er gewann 2000 die Silbermedaille im Springreiten. Sein Vater, Albert Mändli, war ein Dragoner und baute eine Reitschule auf. Es scheint, als wäre der Pferdesport in der Familie fest verankert. Alle seine Geschwister sind ebenfalls aktiv – von Albert Junior, einem erfolgreichen Amateurreiter, bis hin zu Markus, dem Schweizer Meister im Springreiten. Und das ist noch nicht alles: Beat Mändli gibt sein Wissen als Trainer in den USA weiter. Wie viel Leidenschaft und Hingabe steckt in dieser Familie!

Ein frischer Wind weht durch die Schaffhauser Reiterlandschaft mit Andrina Suter, der jüngsten Reiterin, die gerade erst ihre Flügel ausbreitet. Auf einem Bauernhof in Dörflingen aufgewachsen, hat sie sich bereits einen Namen gemacht und wird 2024 mit ihrem Pferd Fibonacci an den Olympischen Spielen in Paris teilnehmen. Ihre Eltern haben sie von klein auf unterstützt, und so hat sie früh mit Ponys angefangen. Ihre Erfolge sprechen für sich. Es ist einfach toll zu sehen, wie die nächste Generation in die Fußstapfen ihrer Vorgänger tritt und neue Akzente setzt.

Lehren aus der Vergangenheit

Marianne Gossweiler-Fankhauser hat nicht nur Medaillen gewonnen, sondern auch wertvolle Erkenntnisse über die Ausbildung von Pferden. In ihrer Broschüre spricht sie über die Bedeutung des „Fühlens“ in der Reitkunst und darüber, dass es nicht nur darum geht, was man tut, sondern auch, warum man es tut. „Jedes Pferd muss zur Mitarbeit angeregt werden“, legt sie nahe. Es ist eine klare Einladung an junge Reiter, mehr über die Zusammenhänge in der Ausbildung zu lernen und die Beziehung zu ihrem Pferd zu vertiefen – ein Ansatz, der in der heutigen schnelllebigen Zeit besonders wichtig ist.

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Die Broschüre „Reiterwissen“, die rund 20 Fachbeiträge zu Themen wie „Sitz und Einwirkung“ und „Ziel: Losgelassenheit“ enthält, ist ein weiterer Beweis für ihr Engagement im Pferdesport. Sie zeigt, dass die Vergangenheit wertvolle Lektionen bereithält, die auch für die Zukunft unerlässlich sind. Und für nur 19 Franken bei Turf Press kann sich jeder die gesammelten Weisheiten zulegen. Ein kleiner Preis für ein großes Wissen!

Zusammengefasst – oder vielleicht besser gesagt: einfach so gesagt – zeigt Schaffhausen, dass der Reitsport hier nicht nur eine Leidenschaft ist, sondern eine Lebensart. Die Geschichten von Marianne, Beat und Andrina sind nur einige Beispiele dafür, wie stark die Verbindung zwischen Mensch und Pferd ist und wie viel Herzblut in der Region steckt. Wer weiß, vielleicht wird die nächste Generation noch größere Höhen erreichen. Und wir freuen uns darauf, sie dabei zu begleiten!