Die Fußballwelt in Hüntwangen steht vor einem spannenden Umbruch. Der FC Rafzerfeld, ein Verein, der seit den 90er-Jahren eine tragende Rolle im regionalen Sport spielt, plant ein umfassendes Kunstrasenprojekt. Heinz Meister, ein engagierter Kopf hinter diesen Bestrebungen, ist seit 1991 beim Verein aktiv und hat sich über die Jahre hinweg unermüdlich für die Förderung junger Talente starkgemacht. Der 63-jährige, gelernte Landwirt und umgeschulte Grenzwächter hat nicht nur selbst den Weg des Fußballs beschritten, sondern auch zahlreiche Kinder und Jugendliche auf diesem Weg begleitet.

Der FC Rafzerfeld hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Zuwachs an Mädchenteams verzeichnet. Fast 100 Mädchen wollen dem Verein beitreten, was natürlich zu einem echten Platzproblem führt. Die Infrastruktur aus dem Jahr 1991 ist nicht mehr zeitgemäß – die Garderoben sind überlastet und die Mädchen können nur nachmittags spielen. Das geplante Kunstrasenprojekt soll nicht nur die bestehenden Plätze erneuern, sondern auch neue Garderoben und Duschen schaffen. Die alten Naturrasenplätze, die teils seit 1956 und 1976 genutzt werden, können den Anforderungen nicht mehr gerecht werden.

Ein Projekt mit Weitblick

Die Baukosten für das Kunstrasenprojekt belaufen sich auf schätzungsweise 6.313.000 Franken. Nach Abzug von Eigenmitteln und Sponsoring bleibt ein Betrag von 4.493.000 Franken, der von fünf Gemeinden getragen werden muss. Hierbei hat Eglisau die größte Verantwortung mit 1.924.000 Franken, gefolgt von Rafz, Wil, Hüntwangen und Wasterkingen. Es ist jedoch nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch der Zustimmung der Bevölkerung. Diese hat zwar großes Interesse an dem Projekt, wünscht sich jedoch, dass es für sie keine zusätzlichen Kosten verursacht.

Die bestehende Infrastruktur ist, ehrlich gesagt, in einem desolaten Zustand. Die Plätze können derzeit nur etwa 580 Stunden pro Jahr genutzt werden, während ein Kunstrasenplatz bis zu 1300 Stunden pro Jahr aushält. Und mit rund 1300 benötigten Stunden für Spiele und Training in Hüntwangen wird schnell klar, dass der Handlungsbedarf enorm ist. Wenn die Gemeinden nicht rechtzeitig zusagen, wird das Projekt möglicherweise in Tranchen umgesetzt, was die Kosten erhöhen könnte. Das wäre natürlich nicht im Sinne des Erfinders.

Gemeinsame Anstrengungen für die Zukunft

Heinz Meister ist überzeugt, dass diese Investition vor allem der Jugend und der Integrationsarbeit zugutekommt. Der FC Rafzerfeld plant zudem, 2025 Spenden zu sammeln und Sponsoren zu gewinnen. Eine Abstimmung über die finanzielle Beteiligung der Gemeinden ist für Ende 2025 vorgesehen, mit einem möglichen Baubeginn im Frühling 2026, wenn die Finanzierung gesichert ist. Die Gespräche mit den Gemeinden waren bisher nicht von Erfolg gekrönt, weshalb Einzelinitiativen eingereicht wurden. Der Verein ist fest entschlossen, die Bevölkerung durch Informationsveranstaltungen aufzuklären und für das Projekt zu gewinnen.

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Heinz Meister, der über 30 Jahre lang als Trainer für verschiedene Juniorenmannschaften tätig war und in den letzten sechs Jahren die G-Junioren trainierte, weiß um die Herausforderungen, die auf ihn und den Verein zukommen. Doch die Leidenschaft für den Fußball und die Gemeinschaft treiben ihn an. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Gemeinden zusammenraufen und dieses zukunftsweisende Projekt unterstützen. Schaffhausen kann sich auf spannende Zeiten freuen!