Heute ist der 14. Mai 2026 und während die ersten Erdbeeren in der Schweiz reif werden, ist die Aufregung unter den Obstbauern spürbar. Mit einer Anbaufläche von 478,4 Hektar, das sind fast 10 Hektar mehr als im Vorjahr, präsentieren sich die Erdbeeren als echte Stars der Saison. Die Ernte wird während der Haupterntezeit von Mitte Mai bis Mitte Juni schätzungsweise 1.000 Tonnen pro Woche erreichen – das sind fruchtige Aussichten!
Besonders erfreulich ist der Zuwachs bei den biologisch angebauten Erdbeeren, die mittlerweile rund 40 Hektar ausmachen. Über 7% mehr als im Vorjahr! Das zeigt nicht nur, dass die Nachfrage nach Bio-Produkten wächst, sondern auch, dass immer mehr Bauern auf nachhaltige Anbauweisen setzen. In den Kantonen Bern, Thurgau, Schaffhausen und Zürich wird das Erdbeerfeld zum Schauplatz eines bunten Treibens. Hier kommen die meisten Erdbeeren her, und die Vorfreude auf die erste Ernte ist spürbar.
Die Vielfalt der Anbauarten
Doch wie kommen die süßen Früchte eigentlich auf den Tisch? Es gibt mehrere Anbauarten, die das Erdbeerparadies in der Schweiz so vielfältig machen. Flachkulturen, bei denen die Erdbeeren direkt auf dem Feld angepflanzt werden, stehen neben Dammkulturen, die durch angehäufte Erdhaufen einen besseren Schutz vor Wurzelkrankheiten bieten. Und dann sind da noch die Substratkulturen, die in Schalen mit Substrat wachsen und eine größere Variabilität beim Standort ermöglichen. Diese Vielfalt sorgt für eine gesunde Ernte und schont die Pflanzen vor Krankheiten. Ein cleverer Schachzug, wie ich finde!
Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Im Jahr 2025 betrug der Inlandanteil bei den Erdbeeren 31% und blieb konstant. Das spricht für die Qualität und die Beliebtheit der Schweizer Erdbeeren. Die meisten dieser Früchte sind einjährig und müssen jährlich neu gepflanzt werden – das hält die Pflanzen gesund und frisch. Zweijährige Kulturen hingegen werden alle zwei Jahre ersetzt. So bleibt die Ernte reichhaltig und die Verbraucher dürfen sich auf knackige, süße Erdbeeren freuen.
Neue Beerenkulturen im Trend
Aber nicht nur die Erdbeeren erfreuen sich großer Beliebtheit. In der Schweiz gewinnen auch andere Beerenfrüchte an Bedeutung. Die Mini-Kiwi zum Beispiel – eine kleine, kahlfruchtige Delikatesse, die sich bestens für die Anpflanzung nördlich der Alpen eignet. Sie sind reich an Ballaststoffen und fördern die Verdauung – einfach köstlich! Und dann gibt es noch die Goji-Beere, die es mit ihren antioxidativen Eigenschaften in die Herzen der gesundheitsbewussten Konsumenten schafft. Ihre robusten Sträucher trotzen Frost und die Beeren sind sowohl frisch als auch getrocknet ein Genuss.
Die Aronia, auch schwarze Apfelbeere genannt, bringt eine ganz eigene Note ins Spiel. Ihre runden, schwarzen Früchte sind zwar sehr adstringierend und nicht unbedingt roh zu genießen, doch in verarbeiteter Form, zum Beispiel als Saft, sind sie äußerst beliebt. Und die Maibeere, die bereits vor den Erdbeeren reif wird, bringt ein weiteres Highlight in die Beerenvielfalt. Mit ihren kleinen, länglichen, dunkelblauen Beeren ist sie nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein echter Hingucker im Garten.
Die Schweizer Obstbauern haben sich also nicht nur auf die klassischen Erdbeeren spezialisiert, sondern zeigen auch großes Interesse an neuen, trendigen Beerenkulturen. Das verspricht eine spannende und abwechslungsreiche Beerenzeit, die wir mit Freude genießen dürfen. Es bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter mitspielt und die Ernte in vollem Gange bleibt!