Am Mittwochabend, im stimmungsvollen Munot-Saal des Restaurants Kronenhof, fand die 133. Mitgliederversammlung des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Kanton Schaffhausen statt. Ein Anlass, der nicht nur die Erfolge des vergangenen Jahres feierte, sondern auch die unermüdlichen Freiwilligen in den Mittelpunkt stellte. Michael Kunz, der Geschäftsführer des SRK, sprach dabei von Einsamkeit als einer der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Ein Thema, das irgendwie jeden von uns betrifft, oder? Das SRK setzt sich unermüdlich dafür ein, soziale Teilhabe zu fördern und der Isolation von Menschen entgegenzuwirken.

Die Zahlen sprechen für sich: Rund 240 Freiwillige haben im letzten Jahr beeindruckende 31’158 Stunden geleistet. Das ergibt etwa 21 Minuten Freiwilligenarbeit pro Einwohnerin und Einwohner – eine bemerkenswerte Leistung, die das Schaffhauser SRK schweizweit in die Spitzenposition katapultiert. Bei den Dienstleistungen wie dem Rotkreuz-Notruf und dem Rotkreuz-Fahrdienst gehört das SRK Kanton Schaffhausen ebenfalls zur nationalen Elite. Und es gab auch einen bewegenden Moment: Elf Freiwillige und Mitarbeitende wurden für ihren langjährigen Einsatz geehrt, einige von ihnen sind seit bis zu 40 Jahren dabei! Wow, das ist wirklich eine Lebensaufgabe.

Finanzielle Herausforderungen und neue Perspektiven

Doch nicht alles verlief ohne Hindernisse. Roland Müller präsentierte die Jahresrechnung 2025, die mit einem Verlust von 174’563 Franken abschloss. Eine Situation, die sicherlich nicht einfach ist und die durch zunehmend anspruchsvolle Rahmenbedingungen noch erschwert wird. Aber das SRK ist nicht auf den Kopf gefallen – verschiedene Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung wurden bereits eingeleitet. Es bleibt zu hoffen, dass diese Schritte fruchten und das SRK weiterhin seine wichtige Arbeit leisten kann.

Ein Lichtblick ist die neue Liegenschaft «Pfarrhof», die ab Frühjahr 2027 fast alle Standorte des SRK Kanton Schaffhausen unter einem Dach vereinen wird. Das klingt nach einer spannenden Entwicklung! Peter Strohm, der Präsident des SRK Kanton Schaffhausen, zeigte sich optimistisch, dass dieser Wandel neue Möglichkeiten schaffen könnte.

Freiwilligenarbeit als Herzstück der Gesellschaft

Die Bedeutung der Freiwilligenarbeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Laut einer Umfrage engagiert sich die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung freiwillig. Es sind Werte wie Zusammenhalt, Verständnis und Solidarität, die das Fundament unserer Gesellschaft bilden. Allerdings – und das ist interessant – engagieren sich jüngere Menschen meist punktuell und weniger langfristig. Das SRK hat erkannt, dass die jüngeren Generationen unterrepräsentiert sind und setzt strategisch auf Maßnahmen, um diese Zielgruppe besser zu erreichen. Dazu gehören der Aufbau von Jugendrotkreuzen und die Entwicklung attraktiver Einsatzmöglichkeiten für Erwachsene mit Kindern.

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Ein Drittel der Freiwilligen wünscht sich mehr Anerkennung, sei es in Form von Praktika oder Weiterbildungsmöglichkeiten. Das SRK setzt sich aktiv für die Stärkung dieser Anerkennung ein – denn freiwilliges Engagement ist nicht nur wichtig für das Funktionieren der Schweiz, sondern sollte auch öffentlich gewürdigt werden.

Am Ende des Abends klang die Mitgliederversammlung mit einem Gefühl der Hoffnung und des Engagements aus. Die vielen Gesichter, die sich für andere einsetzen, spiegeln einen unerschütterlichen Optimismus wider. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich das SRK in den kommenden Jahren entwickeln wird und wie viele Menschen weiterhin bereit sind, ihre Zeit und Energie in diese wertvolle Arbeit zu investieren.