Es gibt Neuigkeiten aus dem Kanton Schaffhausen, die selbst die hartgesottensten Tierliebhaber ins Staunen versetzen dürften! Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wurde die Grosse Hufeisennase, eine der seltensten Fledermausarten der Schweiz, wieder gesichtet. Ja, du hast richtig gelesen – ein kleines, fliegendes Wunder ist in unsere Nachbarschaft zurückgekehrt! Die Aufregung ist groß, denn diese Art ist vom Aussterben bedroht und hat in der Schweiz nur noch vier bekannte Kolonien, die Jungtiere aufziehen. Ein wahres Juwel der Natur!

Die Entdeckung wurde durch eine automatische Wildtierkamera ermöglicht, die das Tier in einem Kanalschacht festhielt. Unberingt und allein, stellt sich die Frage: Wo kommt sie her? Ein in Deutschland beringtes Weibchen hatte bereits im Jahr 2023 die Grenze überflogen und wurde seither jährlich im Raum Schaffhausen nachgewiesen. Forscher hatten angenommen, dass nur dieses eine Tier in der Umgebung lebt. Doch jetzt steht fest: Es gibt mindestens ein zweites Tier, und das ist ein Grund zum Feiern!

Ein Zeichen für den Naturschutz

Jeannine Klaiber, die Leiterin der Regionalen Koordinationsstelle Fledermausschutz in Schaffhausen, sieht in diesem Nachweis ein vielversprechendes Zeichen. Es zeigt, dass der Lebensraum für die Grosse Hufeisennase Potenzial bietet. Im 19. Jahrhundert war diese Fledermausart in der Schweiz weit verbreitet, doch die Bestände sind aufgrund von Quartiermangel, Lebensraumverlust und dem Einsatz von Pestiziden stark zurückgegangen. Die Rückkehr dieser kleinen Geschöpfe könnte also auch ein Lichtblick für den Naturschutz sein.

Die Grosse Hufeisennase ernährt sich vor allem von großen Käfern und Faltern und sucht ihre Nahrung in lichten Wäldern und strukturreichen Landschaften. Ein Monitoring, das 2024 im Auftrag des kantonalen Naturschutzamts durchgeführt wurde, hat bioakustische Aufnahmen gemacht, um die Ultraschall-Ortungsrufe der Fledermäuse zu registrieren. Die Forscher sind gespannt, was sie dabei herausfinden werden.

Fledermäuse in der Schweiz

Die Schweiz beherbergt insgesamt 30 nachgewiesene Fledermausarten, die etwa ein Drittel aller wildlebenden Säugetierarten im Land ausmachen. Fledermäuse sind die einzigen aktiv fliegenden Säugetiere und finden sich in unterschiedlichsten Quartieren: von Baumhöhlen über Felsspalten bis hin zu Dachböden und Rollladenkästen. Es ist schon faszinierend, wie vielseitig diese kleinen Tierchen ihre Nischen finden!

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Doch viele dieser Arten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten, und über die Hälfte der bewerteten Arten gilt als gefährdet oder potenziell gefährdet. Die Hauptbedrohungen sind vielfältig: Verlust von Quartieren durch Gebäudesanierungen, der Insektenschwund aufgrund von Pestiziden und nicht zuletzt die Lichtverschmutzung, die deren Jagdverhalten stört. Alle 30 Fledermausarten in der Schweiz sind bundesrechtlich geschützt, was bedeutet, dass es verboten ist, sie absichtlich zu fangen, zu verletzen oder ihre Quartiere zu zerstören.

Es braucht ein Umdenken in der Gesellschaft, um die faszinierenden Geschöpfe zu schützen. Fledermausschutzorganisationen und kantonale Fachstellen setzen sich dafür ein, die Bestände zu überwachen, Quartiere zu sichern und die Bevölkerung aufzuklären. Auf dass die Grosse Hufeisennase und ihre Artgenossen weiterhin in der Schweiz leben und gedeihen können!