Heute ist der 19.05.2026 und in der malerischen Gemeinde Sarnen, die rund 11.000 Einwohner zählt, tut sich etwas Spannendes. Hier startet das Projekt «Zämä guät läbä – Selbstbestimmt und gesund im Alter in Sarnen und Umgebung». Was auf den ersten Blick wie ein schnöder Verwaltungstext klingt, entpuppt sich als ein lebendiges Vorhaben, das seinen Fokus auf die älteren Menschen legt. Ziel dabei ist es, diesen eine selbstbestimmte, gesunde und sozial eingebundene Lebensweise zu ermöglichen.

Das Projekt wird großzügig vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) finanziell unterstützt. Warum das so wichtig ist? Weil Sarnen vor Herausforderungen einer alternden Gesellschaft steht. Der Bedarf an Pflege und Betreuung wächst, während gleichzeitig der Fachkräftemangel, besonders bei Hausärzten, immer drängender wird. Dazu kommt, dass die Infrastruktur in manchen Ortsteilen oft nicht mit den Bedürfnissen der älteren Bevölkerung Schritt hält. Einkaufsmöglichkeiten oder Begegnungsorte sind rar, und die Probleme von Einsamkeit und sozialen Ungleichheiten klopfen an die Tür.

Ein ko-kreativer Ansatz

Der ko-kreative Ansatz dieses Projekts ist besonders innovativ. Hier kommen ältere Menschen, Fachleute und die Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam Lösungen zu finden. Es ist eine Art „Miteinander statt Gegeneinander“ – jeder bringt seine Perspektive ein. Die Vision «Gesundheitsnetz für alle» des Projekts Health 2040 wird dabei zum Leuchtturm, an dem sich alle orientieren können.

Das Projekt gliedert sich in vier Handlungsfelder: Selbstbestimmtes Wohnen mit bedarfsgerechter Unterstützung, niederschwellige Begegnungsorte zur Förderung sozialer Teilhabe, integrierte Versorgung durch ein koordiniertes Netzwerk aus Medizin, Pflege und Sozialarbeit sowie Mobilität und Teilhabe mit Angeboten für eigenständige Bewegung. Klingt doch vielversprechend, oder? Der erste Ko-Kreationsworkshop fand am 24. April 2026 im Kurhaus am Sarnersee statt und hat bereits rund 40 Teilnehmende angelockt. Der nächste Workshop ist auch schon für den 24. September 2026 geplant – da könnte man glatt einen kleinen Familienausflug daraus machen!

Herausforderungen des demografischen Wandels

In einem größeren Kontext betrachtet, ist das Thema „gesundes Altern“ nicht nur regional, sondern auch international von Bedeutung. Laut der WHO wird sich der Anteil der über 60-Jährigen bis 2050 weltweit verdoppeln! Das bedeutet, dass Regierungen gefordert sind, auf den demografischen Wandel zu reagieren und geeignete Lebenswelten zu schaffen. Ältere Menschen benötigen spezielle Vorsorge- und Pflegeeinrichtungen, und die WHO unterstützt Länder dabei, ihre Systeme anzupassen. Ein interessanter Zusammenhang, wenn man bedenkt, wie hier in Sarnen konkret an diesen Herausforderungen gearbeitet wird!

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Die Strategie zur Förderung eines gesunden Alterns nimmt dabei auch die Rechte älterer Menschen in den Blick. Themen wie Geschlechtergleichheit, Nichtdiskriminierung und Gerechtigkeit zwischen den Generationen spielen eine zentrale Rolle. Die WHO hat auch Ziele formuliert, die von der Förderung gesundheitsfördernder Umgebungen bis zur Verbesserung der Datenlage reichen. Die Dekade des gesunden Alterns, die 2020 begann, zielt darauf ab, Prävention und lebenslanges Lernen in den Vordergrund zu rücken – und das ist in Zeiten, in denen das Wort „Alter“ oft mit negativen Assoziationen verbunden wird, ein echter Lichtblick.

In Sarnen wird also nicht nur verwaltet, hier wird gestaltet! Das Projekt «Zämä guät läbä» ist ein mutiger Schritt in eine Zukunft, in der ältere Menschen nicht nur geduldet, sondern aktiv in die Gesellschaft eingebunden werden. Man darf gespannt sein, was die nächsten Workshops und Initiativen bringen – und wer weiß, vielleicht wird Sarnen bald zum Vorbild für andere Gemeinden. Es gilt, die Herausforderungen anzunehmen, und das mit einem Lächeln und einem offenen Ohr für die Bedürfnisse der älteren Generation.