Das Betagtenheim Eyhuis in Lungern ist nach einem umfassenden Umbau und einer Renovation frisch eingeweiht worden. Es war ein schöner Tag im November 2024, als die Türen für die Öffentlichkeit geöffnet wurden. Die neue Geschäftsführerin Sandra Hodel, die mit einem strahlenden Lächeln vor Ort war, beschrieb das erste Jahr nach den Arbeiten als «ausserordentlich erfreulich». Und das kann man nur zu gut nachvollziehen, wenn man sieht, wie die Bewohner die wohnliche Atmosphäre schätzen, die an ein kleines Hotel erinnert. Ein Gefühl von Heimat, gepaart mit einem Hauch von Luxus – das ist es, was man sich wünscht.

Besonders hervorzuheben ist die Einführung des neuen Bewirtschaftungssystems Cosanum Cosaflow, das im Frühling 2025 an den Start gehen soll. Es optimiert die Lagerung und Verbrauchserfassung von Inkontinenzmaterial und Pflegemitteln – ein echtes Plus, das nicht nur den internen Aufwand reduziert, sondern auch die Materialversorgung sichert. Damit werden Arbeitsstunden eingespart und die Mitarbeitenden spürbar entlastet. Man merkt: Hier wird an die Menschen gedacht, die sowohl Bewohner als auch Pflegepersonal sind.

Ein neuer Weg der Pflege

Das Bezugspersonenprinzip, das nun eingeführt wurde, legt den Fokus auf die individuelle Begleitung der Bewohner. Es ist schön zu sehen, dass hier nicht nur eine Pflege, sondern auch eine Beziehung im Vordergrund steht. Hanny Gasser, die neue Leiterin Gastronomie, hat ein eingespieltes Team um sich versammelt. Die Küche wurde nach dem Umbau vergrößert und bietet nun täglich frisch zubereitete Menüs an. Das lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen! Und ganz besonders freut es die Bewohner, dass ihre Geburtstagswünsche erfüllt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Karl Inäbnit geht nach 30 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Nachfolgerin Rahel Eichenberger bringt wertvolle Erfahrung aus der Betagtensiedlung Giswil dr Heimä mit. Es ist ermutigend, dass die Weiterbildung der Mitarbeitenden verstärkt wird – nur so bleibt das Niveau hoch und die Qualität der Pflege gesichert. Die Stiftung Betagtenheim Lungern hat zudem erneut die Betriebsbewilligung vom Gesundheitsamt Obwalden erhalten, was für die Qualität und die Standards spricht.

Ein Blick in die Zukunft

Die Erfolgsrechnung 2025 weist einen Gewinn von 22.228 Franken aus. Das klingt nach einem soliden Fundament für die Zukunft! Die aktuelle Geschäftsleitung, bestehend aus Sandra Hodel (Geschäftsführung), Wencke Veltin (Leitung Pflege und Betreuung), Hanny Gasser (Leitung Gastronomie) und Rahel Eichenberger (Leitung Hausdienst), zeigt, dass hier ein starkes Team am Werk ist. Der Stiftungsrat mit seinen 8 Mitgliedern unter dem Vorsitz von Seebi Amgarten hat ebenfalls einen wichtigen Anteil daran.

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Mit durchschnittlich 42 Bewohnern im vergangenen Jahr und 45 Einzelzimmern im Eyhuis ist die Nachfrage hoch. Und das in einer Zeit, in der die Gesellschaft älter wird und die Anforderungen an Pflegeeinrichtungen ständig steigen. Fragen zum Thema Lebensqualität im Alter, wirtschaftliche Betriebsführung und die Rolle von Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind aktueller denn je. Herausforderungen wie der demografische Wandel und der Fachkräftemangel verlangen nach kreativen Lösungen.

Die Zukunft der Pflegeimmobilien wird spannend. Es ist wichtig, dass Architektur, Betrieb und Pflege als ein zusammenhängendes System betrachtet werden. Innovative Projekte, wie das Eyhuis in Lungern, zeigen bereits, wie man Räume schaffen kann, die den Bedürfnissen von Bewohnern und Mitarbeitenden dienen. Eine moderne Einrichtung muss mehr sein als nur ein Ort zum Wohnen – sie sollte ein Zuhause mit Würde und sozialem Anschluss bieten. Das ist es, was wir uns für unsere älteren Mitmenschen wünschen.