Maxon im Wandel: Tradition trifft Innovation in der Antriebstechnik
Heute ist der 24.06.2026 und wir werfen einen Blick auf Maxon, den Antriebsspezialisten aus Obwalden, der im vergangenen Geschäftsjahr 2025 seine Umsätze auf Vorjahresniveau gehalten hat. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 595 Millionen Franken, was einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent entspricht. Trotzdem bleibt die Stimmung gemischt, denn währungsbedingte Einbußen von etwa 20 Millionen Franken – ein Resultat des starken Frankens – machten dem Unternehmen das Leben schwer. Man fragt sich, wie sich das auf die Zukunft auswirken wird.
Die exportkontrollierten Seltene-Erden-Magnete aus China erschwerten zeitweise die Produktion bei Maxon. Und auch die US-Zölle hinterließen ihre Spuren im Geschäft, wobei Maxon glücklicherweise weniger betroffen war, da ein hoher Anteil der Kunden aus der Medizintechnik stammt. Die Umsatzverteilung zeigt interessante Trends: Während der Umsatz in Europa um 3,5 Prozent rückläufig war, konnte Asien und Ozeanien einen Zuwachs von 8,9 Prozent verbuchen. Amerika blieb mit 182 Millionen Franken praktisch stabil.
Ein Blick in die Zukunft
Für das laufende Jahr zeigt sich Maxon vorsichtig optimistisch – die Bestellungen steigen, vor allem in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Mobilität, Medizintechnik und Robotik. Das Unternehmen plant, zusätzliche Produktionskapazitäten in mehreren Bereichen aufzubauen. Ein spannendes Unterfangen, das darauf hindeutet, dass Maxon sich zunehmend vom reinen Komponentenlieferanten zum Systempartner mit integrierten Antriebseinheiten und mechatronischen Systemen entwickelt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung auf die Produktpalette und die Marktstellung auswirken wird.
Ein weiterer bedeutender Schritt für Maxon ist der Generationenwechsel an der Spitze des Verwaltungsrats. Karl-Walter Braun übergibt das Präsidium an seine Tochter Bianca Braun, bleibt aber als Mitglied des Aufsichtsgremiums weiterhin aktiv. Das ist eine spannende Konstellation – die nächste Generation übernimmt das Ruder, und man kann nur hoffen, dass sie frischen Wind in die Segel bringt. Karl-Walter Braun hat über die Jahre viel für Maxon geleistet, und es wird interessant zu sehen, wie Bianca die Tradition fortführt und gleichzeitig neue Akzente setzt.
Über die Brauns und ihre Vision
Die Braun-Familie hat das Unternehmen geprägt und ist ein fester Bestandteil der Maxon-DNA. Bianca Braun, die nun in die Fußstapfen ihres Vaters tritt, bringt frische Ideen und eine moderne Sichtweise mit. Es ist wie in einer guten Familiengeschichte, in der jeder seine Rolle spielt, aber letztendlich alle zusammenarbeiten, um das große Ganze zu erreichen. Der Generationswechsel könnte eine Chance für Maxon sein, sich neu zu erfinden und gleichzeitig die bewährten Werte zu bewahren, die das Unternehmen groß gemacht haben.
In Anbetracht der Herausforderungen und Chancen, die vor Maxon liegen, bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen in der dynamischen Welt der Antriebstechnik behaupten wird. Optimismus ist sicherlich angebracht – mit einem talentierten Team und einer klaren Vision, die Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet, ist Maxon gut gerüstet für die kommenden Jahre. Die Entwicklungen werden mit Spannung verfolgt, und man kann nur hoffen, dass die nächsten Kapitel dieser faszinierenden Unternehmensgeschichte ebenso inspirierend sind wie die bisherigen.
