Die Karten sind gemischt und die Spannung in der Luft ist greifbar! In Obwalden geht es rund, denn 40 leidenschaftliche Jasserinnen und Jasser haben sich an den Runden 8 und 9 der Hof-Jassmeisterschaft beteiligt. Am 23. April und dann wieder am 7. Mai wurde die Kartenkunst zelebriert und die Besten der Besten traten gegeneinander an. Es war keine kleine Sache – jeder Punkt zählte!
In Runde 8 triumphierte Koni Schwitter aus Sarnen mit beeindruckenden 4308 Punkten. Reto Helfenstein aus Luzern folgte dicht auf den Fersen mit 4224 Punkten. Sepp Hechenberger, der Brüniger, sicherte sich den dritten Platz mit 4019 Punkten. Der vierte Platz ging an Theres Ettlin aus Kerns und gleich darauf rangierte Mägie von Rotz aus Stansstad – beide mit 3998 Punkten, was für ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen!
Runde 9 und Jahreswertung
Die zweite Runde, die am 7. Mai stattfand, war nicht weniger aufregend. Hier setzte sich Heinz Kissling aus Buochs mit 4199 Punkten durch. Isidor Gasser aus Isenthal und Margrith Berchtold aus Sarnen folgten auf den Plätzen zwei und drei. Hanny Waser aus Buochs und der bereits erwähnte Koni Schwitter, der sich erneut beweisen wollte, rundeten die Top Five ab. Die Ergebnisse sind ein wahres Zeugnis für die Fähigkeiten und Strategien dieser Spieler!
Ein Blick auf die Jahreswertung zeigt, dass Sepp Karli aus Ennetmoos mit 35’730 Punkten unangefochten in Führung liegt. Walti von Wyl aus Kägiswil und Margrith Berchtold folgen, während Hanny Waser und Heinz Kissling sich ebenfalls in der oberen Reihe befinden. Man kann sich nur vorstellen, wie die Atmosphäre im Restaurant Obwaldnerhof am 21. Mai um 20 Uhr sein wird, wenn das nächste Jassen ansteht. Spannung pur!
Ein Ende mit Wehmut
Doch während in Obwalden die Karten fliegen, gibt es auch traurige Nachrichten aus der Jasswelt: Die Schweizer Schieber-Meisterschaft, ein großes Event im Jasskalender, wird eingestellt. Swisslos hat sich entschieden, neue Jass-Projekte ins Leben zu rufen, und das bedeutet das Aus für ein Turnier, das seit 2017 Tausende Jassbegeisterte in seinen Bann zog. Die letzte Ausgabe im Jahr 2024 brachte es sogar auf einen Rekord von 26.133 Teilnehmenden – was für eine Zahl!
In den letzten acht Jahren wurden nicht nur Meistertitel vergeben, sondern auch Erinnerungen geschaffen. Kurt Schryber aus Cham ZG wurde der letzte Schieber-Meister mit 1.129 Punkten. Die Organisatoren haben sich bei der Jassgemeinschaft bedankt und all den Spielerinnen und Spielern, die Teil dieser aufregenden Reise waren. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Formate in der Jasslandschaft entstehen werden. Das Jassen ist und bleibt ein Teil der Schweizer Kultur, und die Karten werden weiter gemischt!