Heute ist der 10.07.2026 und die Nachricht von Roland Collombins Tod schwebt über uns wie eine frostige Winterbrise. Der einst so strahlende Stern des Schweizer Skisports ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Seine Familie machte die traurige Bekanntgabe über Instagram, und es fühlt sich an, als hätte die alpine Welt einen ihrer schillerndsten Charaktere verloren. Ja, er war das „Enfant terrible“ des Skisports – ein Unruhestifter, ein Abenteurer, der die Pisten nicht nur befuhr, sondern sie regelrecht lebte.

Collombin, der 1972 in Sapporo Olympia-Silber in der Abfahrt gewann, wird unvergessen bleiben. Hinter Bernhard Russi, dem großen Rivalen, schob er sich auf das Podium und bewies, dass er nicht nur in der Abfahrt, sondern auch im Leben sich nie mit weniger als dem Besten zufriedengeben würde. Über die Jahre hinweg triumphierte er in insgesamt acht Weltcuprennen und krönte seine Karriere mit zwei Gesamt-Siegen im Abfahrtsweltcup. Seine unkonventionelle Lebensart und seine Abenteuerlust machten ihn zum Liebling vieler, während seine Verletzungen – vor allem die schwere Rückenverletzung, die 1975 sein Karriereende besiegelte – ihn nie ganz bändigen konnten.

Ein Leben voller Höhen und Tiefen

Die letzten Jahre waren für Collombin alles andere als einfach. Der Kampf gegen Kehlkopf- und Leberkrebs zehrte an seinen Kräften. Dennoch – und das ist vielleicht die bemerkenswerteste Facette seiner Persönlichkeit – äußerte er 2018, dass es ihm besser gehe denn je und dass er die besten Jahre seines Lebens erlebe. Man kann sich nur schwer vorstellen, was in einem solchen Moment in einem Menschen vorgeht, der so viel durchgemacht hat. Er überlebte sogar einen schweren Autounfall im Jahr 1989. Ein echter Kämpfer, könnte man sagen.

Nach seiner aktiven Karriere wandte sich Collombin verschiedenen Berufen zu. Er arbeitete als Restaurateur und Winzer und brachte einen Teil seiner Abenteuerlust in diese neuen Lebensabschnitte ein. Verheiratet mit einer Frau, die ihm stets zur Seite stand, war er auch Vater eines Sohnes und einer Tochter. Man fragt sich, was er seinen Kindern über das Leben und den Sport beigebracht hat. Vielleicht die Weisheit, dass man nie aufgeben sollte – egal wie steil der Hang auch sein mag.

Ein Vermächtnis für die Zukunft

Die alpine Skiszene wird seine Persönlichkeit und seine Errungenschaften schmerzlich vermissen. Es gibt nur wenige Athleten, die wie Collombin das Publikum fesseln und inspirieren konnten. Seine Rivalität mit Bernhard Russi wird in der Geschichte des Skisports immer einen besonderen Platz einnehmen. Die beiden waren nicht nur Gegner, sondern auch Wegbereiter einer Ära, die den Schweizer Skisport maßgeblich prägte. Collombins unkonventioneller Lebensstil wird in der Erinnerung der Fans weiterleben.

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Während wir auf die nächsten Winter warten, ist es wichtig, an die Legenden zu erinnern, die unsere Leidenschaft für den Sport genährt haben. Roland Collombin war nicht nur ein Sportler, sondern ein Symbol für den unbändigen Willen, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Möge sein Andenken immer einen Platz in unseren Herzen haben, denn solche Persönlichkeiten sind es, die den Sport lebendig halten.