Heute ist der 17.07.2026 und in Obwalden ist die Stimmung gedämpft. Der Flugplatz Kägiswil, einst ein lebendiger Ort voller Aufregung und Träume, steht nun vor dem Aus. Die Betreiber, die Flugplatzgenossenschaft Obwalden (FGOW), hatten große Pläne: Der ehemalige Militärflugplatz sollte für zivile Zwecke genutzt werden, insbesondere zur Ausbildung von Pilotinnen und Piloten. Doch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat das Umnutzungsgesuch, das bereits im Mai 2021 eingereicht wurde, abgelehnt. Ein herber Schlag für alle, die auf diesen Platz gehofft hatten.

Die Gründe für die Ablehnung sind vielschichtig. Laut dem BAZL konnten die geforderten Einverständniserklärungen der Grundeigentümer im Flugplatzperimeter nicht nachgereicht werden. Die FGOW hatte zwar versucht, alle Anforderungen zu erfüllen, doch das Bundesverwaltungsgericht bestätigte bereits im Mai 2025 die Forderungen des BAZL. Die Enttäuschung ist groß, besonders beim Aero-Club der Schweiz, der diesen Platz als eine wichtige Ausbildungsplattform für die Leichtaviatik in der Zentralschweiz sieht. Die Hoffnung auf eine geordnete Rückgabe des Flugplatzes an armasuisse bis Januar 2027 ist nun trübe.

Die nächsten Schritte

Ein Baurechtsvertrag mit armasuisse läuft noch bis Ende September 2026. Das bedeutet, dass bis dahin noch einige Fragen geklärt werden müssen. Was passiert mit dem Platz, wenn der Vertrag ausläuft? Wie wird die Rückgabe aussehen? Die FGOW hat bereits Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt, aber die Aussicht auf Erfolg ist ungewiss. Änderungen am Projekt, die erst 2026 beantragt wurden, können nicht berücksichtigt werden, da sie nicht Bestandteil des ursprünglichen Gesuchs sind. Es ist, als würde man mit einem leeren Blatt Papier dastehen und dabei schon längst den Stift abgelegt haben.

Die Situation wird noch komplizierter durch die Pläne der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega), die ihren Hauptsitz von Zürich nach Kägiswil verlegen möchte. Über dieses Projekt muss der Bundesrat entscheiden, und das Baugesuch wurde bereits beim BAZL eingereicht. Die Frage bleibt, ob dieser Schritt den Flugplatz retten oder nur weitere Verwirrung stiften wird.

Ein Aufruf zur Unterstützung

In der Zwischenzeit wird die Stimme der Bevölkerung laut. Anfang Mai wurde eine Online-Petition für den Erhalt des Flugplatzes bei der Bundeskanzlei eingereicht. Es ist eine Art Aufbegehren gegen das, was viele als Ungerechtigkeit empfinden. Ohne Kägiswil droht der Ausbildung junger Pilotinnen und Piloten in der Region das Aus, und die Hoffnung auf einen lebendigen Luftverkehr in der Zentralschweiz schwinden. Der Aero-Club hat seine Unterstützung für die FGOW bekräftigt und plant, gemeinsam mit anderen Verbänden für den Weiterbetrieb des Zivilflugplatzes zu kämpfen. Die Wellen der Enttäuschung schlagen hoch, aber der Kampfgeist bleibt ungebrochen.

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So bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Kägiswil könnte entweder ein Ort des Fortschritts und der Hoffnung oder ein Symbol für verlorene Träume und gescheiterte Pläne werden. Die nächsten Monate werden entscheidend sein. Was bleibt, ist die Leidenschaft für die Luftfahrt und der unermüdliche Wunsch, diesen Platz am Leben zu halten.