Die Gemeinde Stans steht vor einem Umbruch, denn Bernadette Würsch hat angekündigt, ihre Position zum Ende Oktober 2026 aufzugeben. Die Abgangsankündigung kommt für viele überraschend, besonders wenn man bedenkt, dass sie seit Dezember 2015 die Geschicke der Gemeinde mitgestaltet hat. In verschiedenen verantwortungsvollen Funktionen hat sie sich einen Namen gemacht. Ab 2019 war sie als Gemeindeschreiberin tätig und hat nicht nur die Geschäfte des Gemeinderates geleitet, sondern auch als Abteilungsleiterin für Zentrale Dienste sowie Soziales und Gesundheit gewirkt.

Ein Blick auf ihre Amtszeit zeigt, dass Würsch viele bedeutende Projekte geprägt hat. Dazu gehören die Umsetzung des kooperativen Führungsmodells sowie die Projektkoordination für die Zukunftsplanung Mettenweg. Besonders erwähnenswert sind ihre Initiativen im Sozial- und Gesundheitsbereich, die sicherlich auch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Der Gemeinderat zeigt sich bedauernd über ihre Kündigung und hebt ihre Fachkompetenz sowie Verlässlichkeit hervor. Gemeindepräsident Lukas Arnold hat sich in einer Stellungnahme ausdrücklich für ihre hervorragende Leistung und die gute Zusammenarbeit bedankt – was für ihre Arbeit spricht.

Ein Blick auf die Zahlen

Die Abkehr von Würsch kommt zu einer Zeit, in der Frauen in Führungspositionen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Laut dem Schillingreport, der seit zwei Jahrzehnten die Frauenquote in den Führungsetagen der 100 größten Schweizer Arbeitgeber untersucht, stieg der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen von 4% im Jahr 2006 auf aktuell 22%. Auch in Verwaltungsräten hat sich der Anteil von 10% im Jahr 2010 auf 33% erhöht. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Schweiz im internationalen Vergleich noch hinterherhinkt. Während Länder wie Frankreich und Norwegen bei 48% bzw. 44% Frauenanteil in Verwaltungsräten stehen, liegt die Schweiz nur bei 33% – das ist schon ein bisschen ernüchternd.

In der öffentlichen Verwaltung ist der Frauenanteil im Topkader sogar bei 26% und in der Bundesverwaltung bei 42%, was eine positive Entwicklung darstellt. Guido Schilling, Herausgeber des Reports, bezeichnet die Geschlechterdurchmischung in Geschäftsleitungen als „Generationenprojekt“. Komischerweise stagnieren die Zahlen bei neuen Geschäftsleitungsmitgliedern, während der Anteil neuer Verwaltungsräte sogar rückläufig ist. Hier gibt es noch viel Raum für Verbesserungen und das ist eine Herausforderung, die die Gemeinden und Unternehmen in der Schweiz annehmen sollten.

Die Zukunft in Stans

Was die Gemeinde Stans nach dem Abschied von Bernadette Würsch braucht, ist eine Führungskraft, die diese positive Entwicklung im Hinblick auf die Geschlechtergerechtigkeit weiter vorantreibt. Die Dynamik, die in den letzten Jahren aufgebaut wurde, sollte nicht ins Stocken geraten. Die „Gender-Diversity-Pipeline“, die mehr Frauen in Führungspositionen bringen soll, ist entscheidend für eine ausgewogene Geschlechterdurchmischung. Während die Schweiz bis 2035 vielleicht einen Frauenanteil von 40% in Führungsetagen erreichen könnte, bleibt es abzuwarten, wie Stans diesen Wandel gestalten wird.

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Das Ende von Würschs Amtszeit markiert nicht nur einen Wechsel in der Führung, sondern auch einen Wendepunkt für die Gemeinde. Es bleibt spannend zu beobachten, welche Richtung die Gemeinde einschlagen wird und wie die nächste Führungspersönlichkeit die Herausforderungen der Zukunft meistern kann. Das Erbe von Bernadette Würsch wird sicher noch lange nachhallen – ihre Projekte und Visionen werden weiterhin das Gesicht von Stans prägen.