Heute ist der 11.05.2026, und während wir die frische Luft in Nidwalden einatmen, steht ein Thema ganz oben auf der Agenda: die Energieversorgung. Landrat Jonas Tappolet aus Ennetbürgen hat zusammen mit einigen Mitunterzeichnenden eine Forderung aufgestellt, die für viel Aufsehen sorgt. Sie rufen nach einem umfassenden Planungsbericht, der den Stromverbrauch in unserem Kanton aufschlüsseln soll. Wer braucht nicht gerne Zahlen? Doch was steckt wirklich hinter diesem Anliegen?

Der geforderte Bericht soll die verschiedenen Bereiche des Stromverbrauchs beleuchten: Haushalte, Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen und die öffentliche Hand. Auch die Stromproduktion und deren Quellen sollen detailliert dargestellt werden. Das Ziel? Eine solide Grundlage für energiepolitische Entscheidungen und die Planung von Investitionen. Der Regierungsrat hat sich jedoch zu Wort gemeldet und findet das Anliegen nachvollziehbar, räumt aber ein, dass ähnliche Daten auf nationaler Ebene bereits vorhanden sind. Also, Hand aufs Herz – ist das wirklich notwendig?

Der Aufwand und der Nutzen

Die Bedenken des Regierungsrats sind nicht von der Hand zu weisen. Man schätzt, dass die Erstellung eines solchen Berichts einen erheblichen administrativen und personellen Aufwand für den Kanton und die Energieversorger mit sich bringen würde. Und der Nutzen? Der wird als eher gering eingeschätzt, insbesondere da die wesentlichen Erkenntnisse für die kantonale Energiepolitik bereits vorliegen. Daher empfiehlt der Regierungsrat, die Motion abzulehnen. Schade, dass wir nicht in die Zukunft blicken können, um zu sehen, ob wir uns vielleicht doch hätten auf diese Daten stützen sollen.

Doch Nidwalden hat bereits einen klaren Kurs eingeschlagen. Mit dem Leitbild Nidwalden 2035 und dem Energieleitbild gibt es ein strategisches Fundament. Bis 2035 sollen mindestens 60% der in Nidwalden verbrauchten Energie nachhaltig und regional produziert werden. Eine ambitionierte Vorgabe, die sicherlich kein Spaziergang wird! Immerhin wird auch angestrebt, die Stromgewinnung im Winter zu steigern – ein heikles Unterfangen in unseren schneereichen Monaten.

Innovationen und nachhaltige Lösungen

Der Trend geht klar in Richtung erneuerbare Energien. Vor zwei Jahren wurde ein Schutz- und Nutzungskonzept für die Stromproduktion mit erneuerbaren Energien verabschiedet. Dieses Konzept zeigt, was möglich ist: Ausbau der Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie – alles, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Und das Beste? Erkenntnisse und Ziele aus diesem Konzept fließen in den behördenverbindlichen Richtplan ein, der sich gerade in der Mache befindet. Joe Christen hat sich optimistisch geäußert und ist überzeugt, dass es politische Unterstützung für eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung geben wird.

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Doch nicht nur die Stromproduktion steht auf der Agenda. Auch die Entwicklung einer Klimastrategie, die Emissionen außerhalb des Kantons berücksichtigt, ist ein heißes Eisen. Die Förderung und der Ausbau von Strom aus erneuerbaren Quellen sind essenziell. Cleantech-Lösungen und innovative Energietechnologien sollen in der kantonalen Wirtschaftsförderung gestärkt werden – ein großer Schritt in die richtige Richtung! Und auch die ökologische Vergabepraxis für öffentliche Dienstleistungen, die nach ökologischen Kriterien vergeben werden, ist ein wichtiger Schritt, um nachhaltig zu wirtschaften.

Öffentlicher Verkehr und Elektromobilität

Ein weiterer spannender Punkt ist der Ausbau und die Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Verkehrs in Nidwalden. Wer möchte nicht gerne umweltfreundlicher von A nach B kommen? Und das ist noch nicht alles: Ladestationen für Elektrofahrzeuge und intelligente Stromzähler sollen ebenfalls vorangetrieben werden. Das ist nicht nur zukunftsorientiert, sondern auch ein Zeichen dafür, dass wir bereit sind, in eine grünere Zukunft zu investieren.

Die Unterstützung des Einsatzes von synthetischen, CO₂-neutralen Treibstoffen am Flugplatz Buochs zeigt, dass auch die Luftfahrt nicht vergessen wird. Und der Ausbau der Kreislaufwirtschaft, insbesondere in der Abfallbewirtschaftung, ist eine weitere Maßnahme, um die Umwelt zu schonen. Es ist schon fast überwältigend, wie viele Initiativen ins Leben gerufen werden, um eine nachhaltige Wirtschaft zu fördern.

Insgesamt zeigt sich, dass Nidwalden auf einem vielversprechenden Weg ist. Die Herausforderungen sind groß, aber die Möglichkeiten ebenso. Ob der geforderte Planungsbericht letztlich sinnvoll ist oder nicht, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Diskussion um unsere Energieversorgung wird uns noch lange begleiten.