Heute ist der 11.06.2026 und in Nidwalden gibt es Neuigkeiten, die für einige Überraschungen sorgen. Lukas Reinhardt, der Präsident der Evangelisch-Reformierten Kirche Nidwalden, hat mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern zurückgetreten. Ein Schritt, den er aus persönlichen Gründen, und sicherlich nicht leichtfertig, getan hat. Reinhardt war nicht nur Präsident, sondern auch Mitglied des Kirchenrats und im Gemeindekreisteam Buochs aktiv. Vor nicht allzu langer Zeit, am 1. Juni 2026, wurde er erst wieder für eine weitere Amtsperiode gewählt. Zwei Jahre hatte er damals schon auf dem Buckel. Doch dann kam alles anders.
Vor wenigen Tagen erfuhr Reinhardt von einem notwendigen kardiologischen Eingriff, der ihn möglicherweise für bis zu einem halben Jahr außer Gefecht setzen könnte. So eine Nachricht ist natürlich schwer zu verdauen. Nach fünf Monaten Krankheitszeit hat er sich entschieden, mit seinem Rücktritt „verlässliche Klarheit“ für sich und die Kirche zu schaffen. Das ist mutig, denn die monatelange Unsicherheit ist niemandem zuzumuten. Das hat er auch klar betont. Und er will, dass die Kirche eine voll handlungsfähige Führung hat – etwas, was in diesen Zeiten wertvoller denn je ist.
Die Übergabe der Leitung
In dieser Übergangszeit wird Danielle Fischer, die Vizepräsidentin, die Leitung des Kirchenrates übernehmen. Das gibt der Gemeinde zumindest etwas Stabilität. Reinhardt selbst hat erklärt, dass das knappe Wahlergebnis an der Kirchengemeindeversammlung ihn ebenfalls zu diesem Schritt bewegt hat. Es bleibt spannend, wie die Gemeinde auf diese Entwicklungen reagiert und wer letztendlich zum neuen Präsidenten gewählt wird. Eine Nachwahl für das Präsidium steht bereits für die Herbst-Kirchgemeindeversammlung an – da wird sich zeigen, wohin die Reise geht.
Die Evangelisch-reformierte Kirche, zu der auch die Nidwaldner Gemeinde gehört, ist eine der 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie umfasst insgesamt 136 Gemeinden und hat eine stolze Mitgliederzahl von etwa 151.000 Menschen. Ein Netzwerk aus neun Synodalverbänden, das sich über verschiedene Regionen erstreckt, sorgt dafür, dass die Mitglieder gut vernetzt sind. Am 26. Juni 2026 werden bundesweit Kirchengemeinden ihre Türen für Liebende und Verliebte öffnen – eine tolle Gelegenheit, Ehejubiläen zu feiern oder Partnerschaften unter Gottes Segen zu stellen.
Ein Blick auf die Tradition
Die Tradition der evangelisch-reformierten Kirche ist tief verwurzelt und basiert auf der Reformation von Ulrich Zwingli und Johannes Calvin. Ihre Struktur ist presbyterial-synodal, was bedeutet, dass die Leitung bei gewählten Mitgliedern liegt. Das Schepken Christi, das Siegel und Logo der Kirche, symbolisiert die Werte, die hier gelebt werden. Es ist eine lebendige Gemeinschaft, die sich ständig weiterentwickelt und an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder orientiert. Gerade in diesen bewegten Zeiten ist es wichtig, dass die Kirche anpassungsfähig bleibt und eine klare, handlungsfähige Führung hat.
Wie es mit der Evangelisch-Reformierten Kirche Nidwalden weitergeht, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Die kommenden Monate werden entscheidend sein, nicht nur für die Kirche, sondern auch für die Menschen, die hier ihren Glauben leben. Die Hoffnung auf eine positive Entwicklung bleibt, und vielleicht wird das ein neuer Anfang für alle Beteiligten.