Nidwalden setzt Zeichen: Ein neuer Weg zur gewaltfreien Erziehung von Kindern
Heute ist der 1.07.2026 und in Nidwalden tut sich einiges – und das nicht nur in den malerischen Landschaften, sondern vor allem in den Herzen und Köpfen der Menschen. Eine Gesetzesänderung hat frischen Wind in die Erziehung von Kindern gebracht. Endlich wird das Recht der Kleinen auf eine Erziehung ohne körperliche und psychische Gewalt im Zivilgesetzbuch festgehalten. Ein Schritt, der längst überfällig war, und auf den der UN-Kinderrechtsausschuss schon lange hingewiesen hat. Das Ziel? Klare Orientierung für Eltern, Fachpersonen und Behörden schaffen. Denn nur so kann eine gewaltfreie Erziehung wirklich gelingen.
Es ist keineswegs so, dass Regeln und Konsequenzen hier keinen Platz haben. Im Gegenteil! Orientierung und klare Grenzen bleiben notwendig, um Kindern ein sicheres und geborgenes Aufwachsen zu ermöglichen. Altersgerechte, nachvollziehbare und respektvolle Vermittlung von Erziehung – so lautet die Devise. Und das Ganze soll nicht im luftleeren Raum stattfinden: Die Kantone sind jetzt verpflichtet, den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Familien zu gewährleisten. Ein echter Lichtblick!
Vielfältige Unterstützungsangebote in Nidwalden
Nidwalden ist hier bereits aktiv und bietet verschiedene Angebote in der Familienberatung, Jugendberatung und Schulsozialarbeit an. Roland Widmer, der Leiter der kantonalen Abteilung Jugend, Familie und Sucht, betont die Bedeutung von Unterstützung für Eltern, insbesondere in herausfordernden Situationen. Es ist einfach wichtig, dass Eltern nicht alleine gelassen werden. Studien zeigen nämlich, dass körperliche und psychische Gewalt gegen Kinder in der Schweiz leider immer noch vorkommt und negative Auswirkungen auf deren Entwicklung hat. Das kann niemand ernsthaft wollen!
Die geplanten Informations- und Schulungsangebote für Eltern, die 2027 in Nidwalden starten sollen, sind ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Es wird Zeit, dass die Stärkung der Kinder auch mit der Stärkung der Eltern beginnt. Informationen und frühzeitige Unterstützung können Familien entscheidend helfen. Und auch die Sensibilisierung von Fachpersonen ist ein zentrales Anliegen. Hier wird an bestehenden Netzwerken im Bereich der frühen Kindheit gearbeitet. Das bedeutet, dass die Ressourcen gebündelt werden, um noch effektiver helfen zu können.
Ein Blick in die Zukunft
Die Entwicklung geht weiter, und die Gesetzesänderung ist nur der Anfang. Es sind nicht nur rechtliche Rahmenbedingungen, die hier geschaffen werden; es geht um die Zukunft unserer Kinder. Ein sicheres Aufwachsen, frei von Gewalt, ist das Ziel. Und mit einem klaren Fokus auf Unterstützung für Eltern und Fachpersonen können wir hoffen, dass sich die Situation langfristig verbessert.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Umsetzung dieser neuen Regelungen entwickeln wird. Die Veränderungen in Nidwalden sind ein Schritt in die richtige Richtung, um Kindern eine gewaltfreie Erziehung zu ermöglichen. Das ist schließlich das Mindeste, was wir unseren Kleinsten schuldig sind.
