In Küssnacht am Rigi stehen spannende Veränderungen bevor. Der Bezirksrat hat ein Bauprojekt zur Neugestaltung des Dorfzentrums ausgearbeitet, das den Aufenthalt in der charmanten Gemeinde erheblich angenehmer gestalten soll. Ziel ist es, weniger Verkehr und mehr Grünflächen in das Zentrum zu bringen, um die Attraktivität für Einwohner und Besucher zu erhöhen. Das Projekt wird durch die Pluralinitiative «Lebenswertes Dorfzentrum Küssnacht», die 2021 von den Stimmberechtigten abgesegnet wurde, maßgeblich beeinflusst.
Die Umgestaltung umfasst gleich drei Plätze sowie die Zubringerstraßen. Dabei wird besonderer Wert auf eine einheitliche Pflästerung gelegt, die das Gesamtbild harmonisch abrundet. Das Konzept sieht vor, dass der Durchgangsverkehr verstärkt den Tunnel Burg nutzt, der 2020 erbaut wurde, um die Verkehrsbelastung im Dorfzentrum zu verringern. Die Zufahrtsstraßen des Hauptplatzes werden ebenfalls umgestaltet, und die neuen Plätze werden als Begegnungszonen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h signalisiert.
Grünflächen und Begegnungszonen
Ein zentrales Element der Neugestaltung sind die geplanten neuen Bäume und Grünrabatten, die das Zentrum nicht nur aufwerten, sondern auch zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen sollen. Die Beleuchtung wird durch moderne LED-Leuchten ersetzt, die nicht nur energieeffizient sind, sondern auch für eine angenehmere Atmosphäre sorgen. Die Gesamtplanerin, die IG Rigi, ist bereits aktiv und hat sich mit der Planungskommission zusammengetan, die aus Vertretern des Bezirksrates, des Initiativkomitees sowie des Vereins Marktplatz Küssnacht und der IG Zentrum besteht. Angeführt wird die Kommission von Bezirksrat René Hunziker.
Die ersten Sitzungen der Planungskommission fanden bereits vor Weihnachten statt, wobei die Überarbeitung des Projekts «schnell und speditiv» vorangetrieben werden soll. Zusätzlich wird ein neuer Kredit in Höhe von 2,8 Millionen Franken für die Schaffung zusätzlicher Grünräume eingeplant. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Asphaltflächen zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität im Zentrum weiter zu steigern.
Öffentliche Auflage und Bauzeit
Die geplanten Änderungen erfordern eine erneute öffentliche Auflage der Unterlagen, der Zeitpunkt dafür ist jedoch noch offen. Ursprünglich war der Baustart bereits für Herbst 2021 vorgesehen, doch aufgrund von möglichen Einsprachen und Anpassungen wird sich der Baubeginn auf Ende 2027 verschieben. Die Bauzeit selbst wird auf rund drei Jahre geschätzt.
Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass der Bezirksrat einen Testbetrieb für einen Einbahnverkehr im Küssnachter Unterdorf plante, jedoch aufgrund breiter Opposition und Beschwerden von Anwohnern beschloss, diesen nicht weiter zu verfolgen. Das zeigt, wie wichtig die Meinungen der Bürger in diesem Prozess sind.
Nachhaltigkeit und Stadtgrün
Die geplanten Maßnahmen zur Begrünung des Dorfzentrums sind nicht nur ein Schritt in Richtung schönerer Aufenthaltsorte, sondern auch ein Zeichen für umweltbewusstes Handeln. Die Begrünung von Straßen, Plätzen und sogar Bauwerksfassaden kann dazu beitragen, die negativen Folgen des Klimawandels abzumildern. Sie unterstützt die Biodiversität und trägt zur Lebensqualität der Einwohner bei. Nach Angaben der Stadtplanung sind Bauwerke nicht nur für ihre primären Funktionen wie Wohnen und Arbeiten verantwortlich, sondern können auch zur Vernetzung von Stadtgrün beitragen, was die Lebensqualität in urbanen Räumen erheblich steigert.
Insgesamt zeigt das Projekt in Küssnacht am Rigi, wie durchdachte Stadtplanung und Bürgerengagement Hand in Hand gehen können, um ein lebenswertes und grünes Umfeld zu schaffen. Die Zukunft des Dorfzentrums verspricht eine positive Entwicklung, von der sowohl die Bürger als auch die Besucher profitieren werden.