Heute ist der 8.07.2026. Ein schwerer Tag für die Luftfahrt und die Reisewelt in der Schweiz. Die Port-Air AG, ein traditionsreiches Unternehmen mit fast 50 Jahren Geschichte, hat am 6. Juli Konkurs angemeldet. Nach langen Jahren des Dienstes in der Luftfahrtbranche – darunter gewerbsmäßige Lufttransporte und die Ausbildung von Piloten – ist es nun vorbei. Kunden und Mitarbeiter sind betroffen, und der Schock sitzt tief.

Der Geschäftsführer Daniel Roduner hat die treue Kundschaft per E-Mail informiert. Am selben Tag wurde die vorläufige Konkursanzeige im Schweizer Handelsamtsblatt veröffentlicht. Das Büro in Ennetbürgen NW ist seitdem versiegelt, der Kontakt ist nur noch per E-Mail möglich. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, die seit 2019 auf das Unternehmen drückten, haben schließlich das letzte Licht der Hoffnung erlöschen lassen. Krisen wie der Iran-Konflikt und der Konkurs von FTI haben die Finanzen zusätzlich belastet. Die Aufträge blieben aus, und die Liquidität schrumpfte, während die Nachfrage nach Reisen sich stark verringerte.

Ein trauriges Ende eines lange währenden Kapitels

Port-Air AG hatte seit 1977 ein gutes Standing und eine treue Stammkundschaft aufgebaut. Inmitten dieser schweren Zeiten hat das Unternehmen versucht, sich durch Umstrukturierungen und Sanierungsmaßnahmen zu retten – leider ohne Erfolg. Ein Gesuch um Kurzarbeit wurde abgelehnt. Es ist nicht zu fassen, dass nach all den Jahren, in denen das Unternehmen seinen Kunden unzählige unvergessliche Reiseerlebnisse ermöglicht hat, nun der Vorhang fällt.

Die wirtschaftlichen Belastungen, die durch die Pandemie und andere Krisen entstanden, taten ihr Übriges. Flugausfälle, Umleitungen und eine schwindende Reiselust haben die Branche stark beeinträchtigt. Und währenddessen war das Reisebüro am Tag der Bekanntgabe telefonisch nicht erreichbar. Ein Zustand, der die Verzweiflung der Kunden nur verstärkt hat.

Kundengelder und offene Dossiers

Doch nicht alles ist verloren. Die bereits gebuchten Reisen werden, so wie es steht, wie geplant durchgeführt. Die Kundengelder sind gemäß dem Pauschalreisegesetz (PRG) durch die Swiss Travel Security abgesichert. Das bedeutet, dass alle An- und Restzahlungen geleistet werden müssen, aber die Gelder werden an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. Es ist beruhigend zu wissen, dass die aufrechterhaltenen Reisen für viele eine kleine Lichtquelle in dieser dunklen Zeit sind.

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Zusätzlich wurde eine einvernehmliche Lösung für die Betreuung offener Dossiers mit den Behörden gefunden. Das gibt den Kunden vielleicht ein wenig Hoffnung und Sicherheit, auch wenn die Situation alles andere als einfach ist. Port-Air AG war mehr als nur ein Reiseanbieter; es war ein Teil der Erinnerung vieler Menschen an ihre schönsten Reiseerlebnisse. Ein Kapitel schließt sich, und die Frage bleibt: Was wird aus den vielen Geschichten, die dort begonnen haben?