Die Straßen in Neuenburg sind bekannt für ihre malerischen Ausblicke und das entspannte Fahren – eigentlich! Doch am 27. und 28. Juni 2026 haben zwei Autofahrer ganz andere Prioritäten gesetzt. Die Neuenburger Polizei hat auf der N20 bei Les Hauts-Geneveys gleich zwei Raser aus dem Verkehr gezogen. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 146 km/h in einer 80 km/h-Zone waren sie nicht nur rasant, sondern auch ziemlich unvernünftig unterwegs.

Der erste Fahrer, ein 32-jähriger Franzose, wurde in den frühen Morgenstunden des 27. Juni um 4:00 Uhr gemessen. Am Abend darauf, gegen 20:17 Uhr, folgte ihm ein 39-jähriger Kosovare, der in den Neuenburger Bergen wohnt und mit 146 km/h ertappt wurde. Beide Herren sahen sich nicht nur mit einem sofortigen Entzug des Führerausweises konfrontiert, sondern auch mit einem drohenden Strafverfahren wegen Raserdelikts. Das kann jetzt ganz schön teuer werden!

Die Konsequenzen für die Raser

Wenn man sich die Bußgeldtabelle für 2026 anschaut, wird einem schnell klar, dass solche Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht ohne Folgen bleiben. Bei einer Überschreitung von über 70 km/h drohen mindestens 700 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg. In diesem Fall könnte es sogar zu einem Fahrverbot von drei Monaten kommen. Und das ist noch nicht alles – bei wiederholten Verstößen kann es richtig unangenehm werden!

Beide Fahrer müssen sich nun auf eine Einvernahme auf der Polizeiwache einstellen. Denen steht eventuell ein Führerausweisentzug von bis zu zwei Jahren ins Haus. Das wird für die beiden sicher eine harte Lektion, und die Frage bleibt: Was hat sie so übermütig gemacht? Ein kurzer Adrenalinkick? Vielleicht die Aussicht auf ein schnelles Rennen? Wer weiß das schon.

Regeln und Toleranz

Ein weiteres interessantes Detail ist der Toleranzabzug bei Geschwindigkeitsmessungen. Unter 100 km/h werden 3 km/h abgezogen, ab 100 km/h sind es 3% der gemessenen Geschwindigkeit. Das bedeutet: Die gemessene Geschwindigkeit ist nicht immer die, die letztlich für Bußgeld und Punkte herangezogen wird. Bei den besagten Fahrern könnte das jedoch kaum einen Unterschied gemacht haben, denn selbst mit einem Toleranzabzug wären sie immer noch weit über dem Limit!

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Wer denkt, dass er mit einer kleinen Geschwindigkeitsüberschreitung davonkommt, der irrt sich. Selbst ein Abstand von nur 31 km/h zur erlaubten Geschwindigkeit innerorts kann schnell einen Monat Fahrverbot zur Folge haben. Zudem müssen die Fahrer mit den Punkten in Flensburg leben – 1 Punkt für 21-25 km/h und bis zu 2 Punkte für noch höhere Überschreitungen. Das kann auf lange Sicht zu einem Führerscheinentzug führen, wenn man nicht aufpasst.

Die rechtlichen Möglichkeiten

Es bleibt abzuwarten, ob die beiden Raser Einspruch gegen die Bußgeldbescheide einlegen. Das kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, vor allem wenn Zweifel an der Messung bestehen oder wenn es formale Fehler im Bescheid gibt. Aber, und das ist wichtig, die Verteidigung kann nur dann sinnvoll sein, wenn man auch tatsächlich Argumente hat. Einmalige Fahrten auf unbekannten Strecken oder wiederholte Beschilderungen könnten hier eine Rolle spielen.

Am Ende des Tages bleibt festzuhalten, dass Sicherheit auf den Straßen oberste Priorität hat. Egal, wie verlockend es sein mag, sich hinter das Steuer zu setzen und einfach mal Gas zu geben – die Konsequenzen können nicht nur finanziell, sondern auch emotional enorm belasten. Und das letzte, was man braucht, ist ein Fahrverbot, wenn man schon auf die nächste Autofahrt hofft.