Hitzewelle im Anmarsch: So schützen wir uns und unsere Liebsten
Die Hitze hat uns fest im Griff! Am 17. Juni hat MeteoSchweiz eine Hitzewarnung der Stufe 3 für die Tage von Donnerstag bis Montag herausgegeben. Wenn man sich die Prognosen anschaut, wird einem ganz warm – Höchsttemperaturen zwischen 32 und 37 Grad Celsius sind tagsüber zu erwarten. Nachts wird es auch nicht wirklich kühl, die Temperaturen sinken voraussichtlich nicht unter 18 bis 24 Grad Celsius. Das kann ganz schön an die Substanz gehen, vor allem, wenn man bedenkt, dass extreme Hitze gesundheitliche Folgen wie Dehydrierung, Hitzschlag und sogar ein erhöhtes Sterberisiko mit sich bringen kann. Das betrifft insbesondere ältere Menschen, Pflegebedürftige und solche mit chronischen Erkrankungen. Aber auch kleine Kinder und Säuglinge sind besonders gefährdet.
Der kantonale Gesundheitsdienst (SCSP) hat daher einige sinnvolle Ratschläge parat: Regelmäßig ausreichend trinken – das ist das A und O! Und auch auf die Mitmenschen sollte man achten, vor allem auf die, die Unterstützung brauchen. Bei gesundheitlichen Bedenken sollte man nicht zögern, einen Arzt zu kontaktieren. Im Notfall gilt: 144 wählen. Besonders wichtig ist es, Personen, die auf Baustellen oder bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten arbeiten, gut zu versorgen – Wasser muss immer griffbereit sein, und Pausen sind ein Muss. Wenn man im Freien Sport treibt oder an Veranstaltungen teilnimmt, sollte man die heißesten Stunden meiden. Ein paar einfache Tipps können helfen: Halte dein Zuhause kühl, indem du Fenster und Rollläden tagsüber schließt und nachts öffnest. Trage leichte, lockere Kleidung und esse leichte Mahlzeiten. Und das Wichtigste: Trinken, trinken, trinken!
Ein ernstes Gesundheitsrisiko
Die gesundheitlichen Auswirkungen extremer Hitze sind nicht zu unterschätzen. In Deutschland rechnet man aufgrund des Klimawandels mit einer Zunahme solcher Hitzeperioden. Die Folgen sind enorm: Hitze kann bestehende Erkrankungen, wie Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System oder den Atemwegen, verschlimmern. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass in heißen Zeiten ein Anstieg der Sterbefälle zu beobachten ist. Eine effektive Hitzeschutzstrategie ist daher unerlässlich, um den gesundheitlichen Herausforderungen durch Hitze entgegenzuwirken. Hitzeaktionspläne, auch HAPs genannt, haben sich international als hilfreiches Werkzeug erwiesen. Diese Pläne sollten von zentraler Stelle koordiniert und intersektoral umgesetzt werden. Dazu gehören präventive Maßnahmen, die auch die Bevölkerung über die Gefahren aufklären.
Das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland veröffentlicht zwischen Juni und September wöchentliche Berichte zur hitzebedingten Mortalität, wenn die Temperaturen über 20°C liegen. Besonders beunruhigend ist, dass Hitzewellen mehr Opfer fordern als Hochwasser, Stürme oder Erdbeben. Die gesundheitlichen Auswirkungen hängen stark von der Häufigkeit, Intensität und Dauer solcher Hitzewellen ab. Zu den möglichen Folgen zählen verminderte Leistungsfähigkeit, Sonnenstiche, Hitzestress und schlimmer noch: Hitzeschläge oder hitzebedingter Tod. Vor allem ältere Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und kleine Kinder sind in diesen Zeiten besonders gefährdet.
Die Anpassung des Körpers
Natürlich reagiert der menschliche Körper auf Extremwetterereignisse – wenn auch manchmal nur langsam. Anpassungen sind gefragt, und dazu gehören nicht nur die richtige Bekleidung, sondern auch eine angepasste Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Ein Hitzesommer wie 2003 hat uns gelehrt, wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein. Hitzewellen können den Körper an seine Grenzen bringen, und die Folgen sind nicht nur unangenehm, sondern im schlimmsten Fall auch tödlich. Daher ist es umso wichtiger, sich um die eigenen Liebsten zu kümmern und rechtzeitig zu handeln, bevor die Hitze zuschlägt. Es ist kein Spaß, und wir sollten alle unseren Teil dazu beitragen, die Gefährdeten zu schützen. Durch die richtigen Maßnahmen können wir gemeinsam die Sommerhitze überstehen.
