Heute ist der 1.06.2026 – ein ganz normaler Tag in Neuenbürg, doch für die Familie Frank ist es ein besonderes Datum. Hier vollzieht sich ein Generationenwechsel, der nicht nur die eigenen vier Wände betrifft, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Karin und Günther Frank haben gemeinsam mit ihren Söhnen Jochen und Heiko einen Betrieb aufgebaut, der sich den Herausforderungen der modernen Zeit anpasst. Ein bisschen wie beim Schach – immer einen Zug vorausdenken!

Der Begriff „Bauer“ hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Während er früher mit Stolz getragen wurde, hat er heute oft einen abschätzigeren Beigeschmack. Kleinbetriebe in der Landwirtschaft haben es schwer, über Wasser zu bleiben. Die Familie Frank hat das erkannt und ist mutig neue Wege gegangen. Mit einem Unternehmensnetzwerk, das die Bereiche Landwirtschaft und die Frank GmbH für Kompostierung und Landschaftspflege umfasst, haben sie ihr Geschäft diversifiziert. Ackerbau, mit Hauptkulturen wie Weizen, Mais und Raps, ist dabei nur ein Teil des Ganzen. Jährlich werden rund 15.000 Tonnen Grünschnittkompost verarbeitet – das ist schon eine Hausnummer!

Der Generationenwechsel und seine Herausforderungen

Ab dem 1. Juli werden Jochen und Heiko offiziell die Leitung des Betriebs übernehmen. Karin und Günther, die viele Jahre ihr Lebenswerk aufgebaut haben, ziehen sich schrittweise zurück. Es ist eine spannende Zeit für die Familie, die jetzt nicht nur den Blick auf die Felder, sondern auch auf die Herausforderungen der Bürokratie und der hohen Ausgaben richten muss. Jochen, einer der Söhne, sieht die Arbeit auf dem Feld als Entspannung – das ist doch eine schöne Einstellung, oder? Heiko und Jochen haben ein engagiertes Team hinter sich, das für den Erfolg des Betriebs entscheidend ist. Teamarbeit wird hier großgeschrieben, und alle packen an, wenn es nötig ist.

Der Druck, den die Landwirtschaft heutzutage mit sich bringt, ist nicht zu unterschätzen. In der EU ist das Durchschnittsalter eines Landwirts bei 57 Jahren, und nur 12 Prozent sind unter 40 Jahren alt. Die Europäische Kommission hat deshalb eine „Strategie für die Generationserneuerung in der Landwirtschaft“ vorgestellt. Ziel ist es, den Anteil der Junglandwirte bis 2040 auf etwa 24 Prozent zu verdoppeln. Ein ehrgeiziges Unterfangen. Exekutiv-Vizepräsident Raffaele Fitto betont, wie wichtig Junglandwirte für lebendige ländliche Regionen sind. Hier stehen die Zeichen auf Wandel! Die Herausforderungen sind groß: Zugang zu Land, Krediten und relevanten Kompetenzen sind nur einige Punkte, die angepackt werden müssen.

Neue Geschäftsfelder und ein Blick in die Zukunft

Die Familie Frank hat es geschafft, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Seit 1992 sind sie im Bereich Landschaftspflege aktiv und haben 1997 ein Wohnhaus mit Büro auf dem Betriebsgelände errichtet. Der Bau eines eigenen Kompostplatzes war eine Investition von einer Million D-Mark – eine gewaltige Summe, aber wohl überlegt. „Umdenken“ ist hier das Zauberwort. Klare Strukturen und pragmatisches Handeln sind der Familie wichtig. Sie haben ein neues Bewusstsein für ihre Grenzen entwickelt und suchen Hilfe, wenn die Herausforderungen zu groß werden.

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Die Strategie der Europäischen Kommission sieht unter anderem ein „Starterpaket“ für Junglandwirte vor, das bis zu 300.000 Euro umfassen kann. Das könnte die nächste Generation in Neuenbürg unterstützen! In der Schweiz, wo die Herausforderungen ähnlich gelagert sind, wird es spannend sein zu beobachten, wie die Familie Frank die Weichen für die Zukunft stellen wird. Jochen und Stefanie haben sechs Kinder, Heiko zwei – der potenzielle Nachwuchs ist also gesichert. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Ideen und der Elan der jungen Generation die Landwirtschaft in der Region weiterhin beleben werden. Die Zukunft sieht, wie gesagt, vielversprechend aus!