Heute ist der 25.06.2026 und in Luzern wird es stiller – zumindest, was den lokalen Radiomarkt betrifft. Die Energy Gruppe hat entschieden, die Radiostationen Energy Luzern und Energy St. Gallen zum Ende des Jahres 2025 einzustellen. Diese Entscheidung kommt nicht ganz überraschend, denn die neue Ausrichtung der Radiostrategie macht deutlich, dass der Fokus künftig auf den drei größten Stationen liegen wird: Energy Zürich, Energy Bern und Energy Basel.

Die Gründe für diese Entscheidung sind vielseitig. CEO Kevin Gander hat klargestellt, dass die doppelte Abdeckung in den Märkten Luzern und St. Gallen auf lange Sicht wirtschaftlich nicht tragbar ist. „Große Hörerschaft“ ist das Stichwort – Energy Zürich und Energy Bern haben eine wesentlich höhere Reichweite. Das bedeutet, dass die lokalen Stationen nicht wirtschaftlich betrieben werden konnten. Immerhin wurden Energy Luzern erst 2021 und Energy St. Gallen 2022 gegründet. Es ist schon ein bisschen traurig, dass sie so schnell wieder gehen müssen.

Die Auswirkungen auf die Mitarbeiter

Von der Schließung sind insgesamt zehn Mitarbeitende betroffen. Das ist natürlich ein harter Schlag – fünf von ihnen können innerhalb der Energy Gruppe weiterbeschäftigt werden, während die anderen fünf ihre Stelle verlieren. Hier zeigt sich das Unternehmen verantwortungsbewusst, denn es sucht nach sozialverträglichen Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter. Solche Veränderungen sind nie einfach, und jeder, der schon einmal in einer ähnlichen Situation war, kann das nachvollziehen.

Die Neuausrichtung hat auch einen strategischen Hintergrund. Die Energy Gruppe möchte ihre Marktposition im Schweizer Privatradio ausbauen und das gelingt ihnen mit einem starken Fokus auf digitale Kanäle, über die die meisten Hörer erreicht werden. Werbung für Luzern und St. Gallen wird künftig über Energy Zürich, Energy Bern und verschiedene Online-Plattformen laufen. Ein Schritt, der zeigt, wie sich die Medienlandschaft immer mehr verändert.

Ein Blick in die Zukunft

Mit der Schließung der beiden lokalen Sender wird ein Teil der Hörkultur in Luzern und St. Gallen verloren gehen. Es wird spannend zu sehen, wie sich die Hörer in den kommenden Jahren an diese Veränderungen anpassen. Die Radiolandschaft in der Schweiz ist ständig im Wandel und die Entscheidungen der Energy Gruppe reflektieren die Herausforderungen, vor denen viele Medienunternehmen stehen: Wie erreicht man die Hörer von heute, die sich immer mehr auf digitale Formate konzentrieren?

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Es bleibt abzuwarten, ob die Konsolidierung der Sender tatsächlich die erhoffte Wirkung zeigt. Die großen Player im Radio-Geschäft haben ihre eigenen Herausforderungen, und der Wettbewerb um die Hörer ist nach wie vor hart. Die Zukunft wird zeigen, ob die neuen Strategien fruchten oder ob wir bald von weiteren Schließungen hören werden. Eins ist sicher: Der Radiomarkt in der Schweiz bleibt spannend.