Heute ist der 28.05.2026 und in Luzern tut sich einiges in der reformierten Kirchgemeinde. Der Grosse Kirchenrat steht vor einer bedeutsamen Diskussion über die zukünftige Struktur der Kirchgemeinde, die nicht nur die Stadt Luzern, sondern auch die umliegenden Gebiete wie Littau, Kriens, Emmen, Buchrain, Malters, Rigi-Süd und Ebikon umfasst. Seit zwei Jahren wird bereits über eine neue Organisationsstruktur nachgedacht, und die Ergebnisse dieses Organisationsprojekts scheinen nun greifbar nah.

Der Kirchenvorstand möchte an den bestehenden Strukturen festhalten, aber gleichzeitig eine schrittweise Weiterentwicklung anstoßen. Eine einmalige Umgestaltung soll vermieden werden – das klingt fast wie der Versuch, ein altes, vertrautes Kleidungsstück aufzufrischen, ohne die ganze Garderobe umzukrempeln! Die zentrale Verwaltung soll gestärkt werden, damit die Teilkirchgemeinden sich auf ihre lokale Arbeit konzentrieren können. Trotz dieser wohlüberlegten Pläne gibt es jedoch starken Widerstand aus dem Parlament. Zwei dringliche Motionen wurden eingebracht, und die Diskussionen versprechen hitzig zu werden.

Neue Gesichter im Kirchenvorstand

Frisch im Vorstand der Reformierten Kirche Luzern sind gleich drei neue Mitglieder, die in einer stillen Wahl gewählt wurden. Sonja Döbeli Stirnemann, die neue Präsidentin, bringt eine beeindruckende Karriere mit: Zuvor war sie verantwortlich für das Ressort Finanzen und Controlling und übernahm die Aufgaben der zurückgetretenen Präsidentin Christa Wenger. Als Betriebsökonomin FH und Vizedirektorin des MAZ – Die Schweizer Journalistenschule Luzern bis Ende 2023 hat sie sich in der Region einen Namen gemacht. Ihre Erfahrung wird sicherlich wertvoll sein, während der Kirchenvorstand an der neuen Struktur arbeitet.

Manuela Burgermeister und Stefan Sägesser sind die weiteren Neuzugänge. Manuela, die nun die Vizepräsidentin und das Ressort Finanzen und Controlling leitet, bringt eine breite Erfahrung aus verschiedenen Betrieben mit. Ihre Zeit bei Comundo in Luzern hat sie auf die Herausforderungen im Kirchenvorstand bestens vorbereitet. Das dritte neue Gesicht, Stefan Sägesser, übernimmt das Ressort Bau. Mit einem Master in Politik, Wirtschaft und Religion sowie Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit wird er sicher einen frischen Wind in die Bauprojekte bringen.

Ein Blick in die Zukunft

Die beiden Motionen, die im Parlament für Aufregung sorgen, zielen darauf ab, die Kirchengutsverwaltung in ein unabhängiges Dienstleistungszentrum zu überführen und eine vertragliche Regelung für die Zusammenarbeit zwischen den Kirchgemeinden und dem neuen Zentrum zu schaffen. Eine spannende Entwicklung, die bis Sommer 2027 konkrete Formen annehmen soll! Teilkirchgemeinden sind eingeladen, ihre Vorstellungen zur neuen Struktur einzubringen – Optionen wie Selbstständigkeit oder Fusion mit anderen Gemeinde sind auf dem Tisch. Das Ziel bleibt klar: Die reformierte Kirche soll nah bei ihren Mitgliedern bleiben, dem Mitgliederschwund entgegenwirken und zukunftstauglich bleiben.

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Insgesamt stehen die reformierte Kirche und ihre Mitglieder vor einer aufregenden Zeit voller Veränderungen und neuer Perspektiven. Es bleibt spannend, wie sich die Diskussionen entwickeln und welche Entscheidungen letztlich getroffen werden. Die Kirche in Luzern, mit ihren neuen Gesichtern im Vorstand und den frischen Ideen, könnte in naher Zukunft eine noch stärkere Rolle im Leben der Gemeinschaft spielen.