In der malerischen Altstadt von Luzern wird ein bedeutender Schritt in Richtung mehr Lebensqualität unternommen. Die Bau-, Umwelt- und Mobilitätskommission des Grossen Stadtrates hat den Bericht und Antrag (B+A) 4/2026 zur Installation von Senkpolleranlagen behandelt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Aufenthaltsqualität in der Altstadt erheblich zu steigern. Eine Erhebung hat ergeben, dass über 40% der Fahrzeuge in die Altstadt fahren, ohne die dafür erforderliche Bewilligung zu besitzen. Dies ist nicht nur ein Problem, sondern auch ein Anlass, die Altstadt sicherer und attraktiver zu gestalten.

Eine Mehrheit der Kommission hat sich für die Installation von Senkpollern an vier entscheidenden Zufahrten ausgesprochen. Diese Polleranlagen sollen dazu beitragen, den Verkehr zu regulieren, ohne dass eine flächendeckende Abriegelung notwendig ist. Die Poller werden elektronisch gesteuert und ermöglichen es, dass nur Fahrzeuge mit einer Bewilligung die Altstadt befahren können. Die Registrierung für diese Bewilligungen erfolgt bequem über eine App, was den Zugang für Anwohner und berechtigte Fahrzeuge erleichtert.

Details zur Umsetzung

Geplant sind insgesamt neun Senkpollern, die an vier strategischen Punkten in der Altstadt installiert werden. Zwei Anlagen sind am Schwanenplatz vorgesehen, mit Zugängen zum Grendel und zum Kapellplatz. Eine weitere Anlage wird am Mühlenplatz auf der gegenüberliegenden Seite der Altstadt eingerichtet, während die vierte in der Krongasse, auf der linken Reussseite, platziert wird, um Fahrzeuge von der Reussbrücke abzuhalten.

Der Antrag auf einen Sonderkredit von 1,6 Millionen Franken für dieses Projekt wurde bereits beim Parlament eingereicht. Während eine Mehrheit der Kommission die Installation der Poller befürwortet, gibt es auch kritische Stimmen. Eine Minderheit argumentiert, dass die hohen Kosten nicht gerechtfertigt seien und stattdessen Kontrollen durch die Luzerner Polizei vorgeschlagen werden. Dennoch sieht die Mehrheit der Kommission den Nutzen der Poller auch ohne eine vollständige Sperrung aller Zufahrten.

Nachhaltige Energieversorgung

Neben den Senkpolleranlagen hat die Kommission auch dem B+A 6/2026 zur Umstellung der Wärmeversorgung der stadteigenen Liegenschaften zugestimmt. Die Umstellung auf erneuerbare Energien schreitet schneller voran als ursprünglich geplant. Der geplante Wärmeverbund Utenberg, der mit Erdsonden und Wärmepumpen arbeitet, erhielt großes Lob für die umfassenden Abklärungen zur eigenen Wärmeerzeugung. In diesem Zusammenhang empfiehlt die Kommission einstimmig den Zusatzkredit von 1,65 Millionen Franken für die stadteigenen Liegenschaften sowie den Sonderkredit von 5,55 Millionen Franken für den Wärmeverbund.

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Beide Vorlagen werden voraussichtlich am 21. Mai 2026 im Rat behandelt und könnten, sollte alles planmäßig verlaufen, einen bedeutenden Fortschritt für die Stadt Luzern darstellen. Die Altstadt bleibt dabei weiterhin für Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Radfahrer und Kinderwagen zugänglich. Auch Blaulichtorganisationen und die Kehrichtabfuhr haben Zugang, während Läden werktags von 6 bis 10 Uhr ohne Bewilligung beliefert werden können. Die Poller sind in dieser Zeit nicht aktiv, was eine praktische Lösung für alle Beteiligten darstellt.

Insgesamt zeigt sich, dass Luzern mit diesen Maßnahmen nicht nur ein Stück weit in eine umweltfreundlichere Zukunft schreitet, sondern auch die Lebensqualität seiner Bürgerinnen und Bürger im Herzen der Stadt erheblich steigern möchte.