Es war ein aufregender Auftakt in die NLA-Handball-Playoffs, der am Sonntag in Schaffhausen seinen Lauf nahm. Kriens-Luzern, die Qualifikationssieger, haben im ersten Spiel des Playoff-Finals die Kadetten Schaffhausen mit 37:33 geschockt. Dabei war der Sieg für Kriens-Luzern nicht nur ein einfacher Triumph, sondern auch der 16. Sieg in Folge, was einen neuen Vereinsrekord darstellt! Wer hätte gedacht, dass die Kadetten, die in der Hauptrunde nur zwei von 27 Partien verloren haben – eine davon gegen Kriens – so plötzlich auf die Verliererstraße geraten würden?
Die Partie begann mit einem klaren Zeichen: Kriens-Luzern übernahm von Anfang an die Kontrolle und lag nur einmal im Rückstand, als die Kadetten auf 3:4 davonzogen. Der Halbzeitstand von 17:13 sprach Bände. Nach der Pause war es ein regelrechtes Feuerwerk, als Kriens-Luzern den Vorsprung auf satte sieben Tore ausbaute (26:19). Klar, die Kadetten gaben sich nicht so einfach geschlagen – mit drei Toren hintereinander kämpften sie sich nochmals heran, aber es war einfach zu spät. Das zweite Spiel wird am Mittwoch um 19:15 Uhr in Kriens stattfinden. Wer die spannende Fortsetzung live bei SRF verfolgen will, sollte sich den Termin rot im Kalender anstreichen!
Ein spannendes Duell
Für diejenigen, die die letzten Jahre verfolgt haben, ist dies bereits das dritte Aufeinandertreffen von Kriens-Luzern und Kadetten Schaffhausen im Playoff-Finale in den letzten vier Jahren. Auch wenn die Kadetten als Favoriten gelten, hat Kriens-Luzern die Möglichkeit, ihren ersten Meistertitel zu erringen. Es ist eine Geschichte der Rivalität, die sich über Jahre hinweg entwickelt hat. Vor zwei Jahren war Kriens-Luzern nur einen Schritt davon entfernt, scheiterte jedoch im entscheidenden Spiel gegen die Kadetten – eine schmerzhafte Erinnerung, die sie jetzt vielleicht in Antrieb umwandeln können.
Thomas Zimmermann, der Trainer von Kriens-Luzern, hat sein Team hervorragend vorbereitet. Und er ist nicht allein – Marin Sipic, ein Schlüsselspieler, kehrte nach einer langen Verletzungspause zurück und zeigte, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Die Kadetten hingegen, unter der Leitung von Hrvoje Horvat, der nach dem Finale seine Koffer packen wird, haben nichts zu verlieren. Horvat verlässt den Verein aus persönlichen Gründen – eine Entscheidung, die für viele überraschend kommt, da sein Vertrag bis 2027 lief. Aber, wie er sagt, „kleine Dinge werden entscheidend sein“ – das könnte der Schlüssel zum Erfolg für beide Teams sein.
Ein Blick auf die Meisterschaft
Die Playoffs sind im Best-of-Five-Modus angesetzt, das bedeutet, dass die Spannung noch lange nicht vorbei ist. Die Kadetten haben in den letzten Jahren eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen, mit mehreren Meistertiteln seit 2005. In den Jahren 2008, 2009, 2013, 2018 und 2021 waren sie immer ganz oben auf dem Treppchen. Doch die Herausforderung, fünfmal in Folge zu gewinnen, hat bislang niemand geschafft. Kriens-Luzern könnte die Geschichte umschreiben.
Die Halbfinals der Quickline Handball League haben bereits ihre Spuren hinterlassen. HSC Suhr Aarau, Kadetten Schaffhausen, HC Kriens-Luzern und BSV Bern sind die letzten vier Teams, die um den Titel kämpfen. Während die Kadetten und Kriens-Luzern sich im Finale gegenüberstehen, haben beide Teams in den ersten Runden der Playoffs keine Niederlage hinnehmen müssen. Ein echter Kampfgeist ist also gefragt.
Die Vorfreude auf das zweite Spiel ist groß. In der Halle wird es heiß hergehen, und die Fans beider Lager werden ihre Teams lautstark unterstützen. Natürlich drückt jeder Kriens-Luzern die Daumen, dass sie die Serie drehen und endlich den ersten Meistertitel holen können. Die Dynamik der Rivalität, die Freude am Spiel und die Leidenschaft der Spieler – das ist es, was den Handballsport in der Schweiz so lebendig macht!