Am 31. Mai 2026, in der malerischen Stadt Luzern, ging eine Ära zu Ende und eine neue begann: Der HC Kriens-Luzern krönte sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zum Schweizer Handball-Meister! Das entscheidende dritte Finalspiel gegen die Kadetten Schaffhausen, die in den vergangenen vier Jahren ungeschlagen waren, war ein wahrer Krimi, der in der gut gefüllten BBC Arena in Schaffhausen stattfand. Am Ende stand ein 39:33-Sieg auf der Anzeigetafel, und Jubelschreie hallten durch die Halle.
Beide Teams starteten mit einem hohen Tempo. Nach nur elf Minuten stand es bereits 9:9 – ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch als die Kadetten in der 13. Minute in doppelte Unterzahl gerieten, nutzte Kriens-Luzern diese Chance und erarbeitete sich eine 13:10-Führung bis zur 17. Minute. Es war ein intensives Spiel, das sich körperlich zuspitzte – ein bemerkenswertes Einsteigen von Zoran Markovic gegen Luca Sigrist sorgte für zusätzliche Spannung. Die Zuschauer waren gebannt, als Kriens-Luzern zur Halbzeit nur mit 21:20 führte.
Der Weg zum Meistertitel
Nach der Pause glich Schaffhausen aus und übernahm sogar die Führung. Plötzlich sah es so aus, als könnte der Titel erneut in die Hände der Kadetten fallen. Kriens-Luzern fand sich in einer doppelten Unterzahl wieder, was die Situation nicht einfacher machte. Doch die Mannschaft gab nicht auf, glich in der 38. Minute zum 23:23 aus und brachte die Zuschauer erneut zum Toben. Es war ein Spiel, das man so schnell nicht vergessen würde. Der entscheidende Vorsprung kam schließlich in der Schlussphase, als Kriens-Luzern sechs Tore in Folge erzielte und mit 38:32 davon zog.
Luca Sigrist, einer der Schlüsselspieler des HC Kriens-Luzern, war überglücklich über den Titelgewinn mit seinem Kindheitsverein. „Es ist einfach nur geil, diesen Erfolg endlich zu feiern!“, rief er aus, während er mit seinem kleinen Sohn in den Armen posierte. Auch Marc Bader sprach von der Unbeschwertheit der Truppe, die sich durch Verletzungen zusammengeschweißt hatte. „Die Mannschaft hat einen unglaublichen Teamgeist bewiesen“, sagte er. Und das war wohl auch der Schlüssel zu diesem historischen Triumph.
Ein Blick in die Geschichte
Mit diesem Meistertitel setzt sich Kriens-Luzern in die Geschichtsbücher des Schweizer Handballs. Vor dieser Saison waren die Kadetten Schaffhausen mit 15 Titeln die dominierende Kraft im Handball, gefolgt von Vereinen wie dem Grasshopper Club Zürich und Pfadi Winterthur. Doch nun hat Kriens-Luzern seinen Platz in dieser Liste gefunden – ein Moment, der in die Annalen eingehen wird. In der Quickline Handball League hat sich die Mannschaft weiterentwickelt und zeigt, dass sie das Potenzial hat, auch in Zukunft eine ernstzunehmende Rolle zu spielen.
Die Liste der Schweizer Meister umfasst nicht nur die großen Namen, sondern auch die kleinen Geschichten, die den Sport lebendig machen. Der HC Kriens-Luzern hat mit diesem Titel einen weiteren Meilenstein gesetzt und die Fans mit einem unvergesslichen Finale begeistert. Es bleibt spannend, wie es für die Mannschaft weitergeht – Luca Sigrist plant, nach dieser Saison in die Bundesliga zu wechseln. Es ist ein Abschied mit einem strahlenden Lächeln, das die Freude über den Meistertitel und die Erinnerungen an eine unvergessliche Saison widerspiegelt.