In der Stadt Luzern gibt es Bauprojekte, die schon fast in Vergessenheit geraten sind. Man könnte fast meinen, sie stehen auf der langen Liste der „Wird schon irgendwann mal“ – Projekte. Die Anwohner, die sich bereits vor Jahren für den Umbau der Fluhmühlepasserelle eingesetzt haben, warten immer noch. Diese Passerelle, die als einzige Fußgängerüberquerung der SBB-Gleise für das Quartier Fluhmühle zur Reuss dient, hat einige funktionale Nachteile. Und wenn man da so drüber nachdenkt, ist es schon bemerkenswert, wie viele Projekte ins Stocken geraten, oder? Doch es gibt Hoffnung! Die Stadt hat auf Nachfrage immerhin einige Informationen zu den besagten Vorhaben bereitgestellt.
Die Fluhmühlepasserelle wird nun endlich als Neubauprojekt aufgegriffen. Die Planungsphase hat bereits begonnen, und die Vorfreude auf einen hindernisfreien Zugang ist groß. Denn mal ehrlich, es ist einfach nicht mehr zeitgemäß, wenn eine Fußgängerbrücke nicht behindertengerecht oder kinderwagentauglich gestaltet ist. Die neue Passerelle soll am gleichen Standort wie die bestehende errichtet werden, was aus verschiedenen Gründen nötig ist – darunter auch das Lichtraumprofil der SBB. Alternativen wurden aus Kostengründen nicht untersucht, was zwar verständlich, aber auch etwas frustrierend ist.
Die Details des Neubaus
Der Neubau sieht einige Verbesserungen vor: Ein niveauloser Zugang von der Kantonsstraße K13 zur Reuss wird geschaffen, was die Verbindung für Fußgänger mit Kinderwagen deutlich attraktiver macht. Zugegeben, die Passerelle wird nicht für Velofahrende ausgelegt, was einige Radler vielleicht ärgern könnte. Aber hey, dafür wird sie aus Stahl gebaut, was in Kombination mit einem Liftturm aus Stahlbeton die Stabilität erhöht. Die geplanten Termine sind auch schon fixiert: Die Bauprojekt-Planauflage ist für 2026/2027 angesetzt, gefolgt von einem Bewilligungsverfahren und der Kreditbeschaffung in den Jahren 2027/2028. Die Realisierung könnte dann 2029/2030 stattfinden. Knapp 6 Millionen Franken sollen dafür veranschlagt werden – ein ordentlicher Batzen, der hoffentlich gut investiert ist.
Witzigerweise ist die Fluhmühlepasserelle nicht das einzige Gebäude, das in Luzern gerade neu gedacht wird. Im September 2025 wurde der Bevölkerung ein erster Plan für die Teilüberdeckungen der A2 Luzern-Süd vorgestellt – ein weiteres großes Projekt, das die Stadtentwicklung vorantreiben soll. Und wer hätte gedacht, dass sich das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und die Stadt Kriens auf eine gemeinsame Umsetzung geeinigt haben? Die Gesamtkosten liegen bei rund 186 Millionen Franken. Man merkt, in Luzern tut sich was! Es gibt also viel zu beobachten, und die nächsten Jahre könnten für die Stadt eine spannende Zeit werden.
Die Fluhmühlepasserelle und die anderen Projekte zeigen, dass es manchmal eine Weile dauert, bis Ideen Gestalt annehmen. Aber wenn die Pläne erstmal in die Tat umgesetzt werden, könnten sie das Gesicht der Stadt nachhaltig verändern. Und wer weiß, vielleicht wird die Wartezeit ja mit einer schönen Brücke belohnt, die uns sicher über die Gleise führt und gleichzeitig das Quartier zu einem lebendigeren Ort macht.