Heute ist der 14.06.2026 und in Luzern wird der Feministische Streiktag gefeiert! Ein Tag, der viele zum Nachdenken und Handeln anregt. Die SP Frauen Luzern hat sich für die Gleichstellung in der Finanz- und Gesundheitspolitik stark gemacht. Und das ist mehr als nur ein leeres Versprechen. Da gehen wir gleich in die Tiefe!

Gleichstellung ist nicht nur ein Lippenbekenntnis; es betrifft das gesamte gesellschaftliche Gefüge. Frauen leisten den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit. In der Finanz- und Gesundheitspolitik wird oft nicht berücksichtigt, wie diese Arbeit verteilt ist. Es wird viel zu selten untersucht, wie Männer und Frauen von den öffentlichen Leistungen profitieren. Wenn wir über Gleichstellung reden, müssen wir auch die Lebensrealitäten der Frauen in den Blick nehmen. Die SP Luzern hat deshalb drei Vorstöße im Kantonsrat eingereicht, um hier Klarheit zu schaffen.

Gender Budgeting als Schlüssel für Gleichstellung

Kantonsrätin Simone Brunner ist eine der treibenden Kräfte hinter dieser Initiative. Sie fordert die Einführung von Gender Budgeting. Was ist das? Im Grunde genommen geht es darum, die Auswirkungen öffentlicher Ausgaben auf die Geschlechtergerechtigkeit zu analysieren. So kommt ans Licht, wo die Ungleichheiten liegen. Ein wichtiger Schritt, um strukturelle Ungleichheiten im Gesundheitswesen zu bekämpfen, denn Krankheiten von Frauen werden oft später erkannt oder weniger intensiv erforscht.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Frauengesundheit. Kantonsrätin Sara Muff hat zwei Vorstöße eingereicht, die sich genau darum drehen. Zum einen wird die Früherkennung bei Menschen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko geprüft. Zum anderen soll die Sichtbarkeit und Behandlung von Endometriose, einer Erkrankung, die jede zehnte Frau betrifft, verbessert werden. Komischerweise werden viele Frauen mit starken Schmerzen nicht ernst genommen – das ist ein strukturelles Problem im Gesundheitssystem und muss dringend angegangen werden.

Investitionen in die Zukunft

Die SP Frauen Luzern fordert klare Investitionen in die Prävention, Forschung und Versorgung im Bereich Frauengesundheit. Hier wird nicht nur auf die aktuellen Missstände hingewiesen, sondern auch eine klare Richtung für die Zukunft aufgezeigt. Denn dass Frauen in der Gesellschaft oft hinten anstehen, darf nicht länger der Status quo sein. Es geht um mehr als nur gleiche Löhne; es geht um die Anerkennung und Wertschätzung der Care-Arbeit, die viele Frauen täglich leisten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Aber das Thema Gleichstellung geht weit über die Grenzen von Luzern hinaus. Auch in der akademischen Welt sind Initiativen gefragt. An der TU Graz wird beispielsweise ein Online-Kurs zur „Transparente Entscheidungsfindung in Berufungskommissionen“ angeboten. Hier wird das Konzept des „Unconscious Bias“ erklärt und sensibilisiert die Mitglieder von Berufungskommissionen für die Ungleichheiten, die oft unbewusst in Entscheidungen fließen.

Ein weiteres Beispiel ist das Mentoring-Programm an der Universität für angewandte Kunst Wien, das darauf abzielt, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Solche Programme sind ein wichtiger Baustein, um Nachwuchswissenschaftlerinnen und Künstlerinnen zu unterstützen und ihnen eine klare Perspektive zu bieten.

Von der Theorie zur Praxis

Das Thema Gender und Diversität wird auch an vielen anderen Universitäten aufgegriffen. An der Universität Wien beispielsweise gibt es zahlreiche Programme, die Frauen in der Wissenschaft unterstützen. Mit Initiativen wie dem Berta Karlik Programm und dem Marie Jahoda-Stipendium wird gezielt auf die Förderung von Frauen eingegangen, die nach Betreuungspflichten wieder in die Forschung einsteigen möchten.

Es wird deutlich: Die Herausforderungen sind groß, aber die Initiativen ebenso. Ob in der Politik oder an den Universitäten – überall wird daran gearbeitet, Gleichstellung zu fördern und sichtbar zu machen. Das ist der Weg, den wir gemeinsam gehen müssen, um die Strukturen zu durchbrechen, die Gleichstellung oft im Wege stehen.

In diesem Sinne – lasst uns heute auf die Straße gehen, für die Gleichstellung kämpfen und die Stimmen der Frauen stärken! Es ist an der Zeit, dass wir alle gemeinsam für eine gerechtere Zukunft einstehen.