Die Rückkehr der Wisente in den Solothurner Jura – ein Projekt, das nicht nur den Tieren, sondern auch der Natur und der Region neue Impulse geben könnte. Ab 2027 sollen die majestätischen Tiere in Halbfreiheit leben. Der Verein Wisent Thal bleibt trotz gewisser Widerstände optimistisch und hält an seinen Plänen fest. Die Bürgergemeinde Welschenrohr und die Gemeinde Herbetswil haben zwar ihre Zustimmung verweigert, doch die Absagen beruhen auf offenen Fragen und dem fehlenden Land, das für das Projekt benötigt wird. Verständlich, oder? Man möchte ja nicht einfach so ein Stück Land abgeben, ohne zu wissen, was das für die eigene Gemeinde bedeutet.

Ursprünglich war ein Gebiet von 12 Quadratkilometern geplant, nun hat sich das Ganze auf 6,4 Quadratkilometer reduziert. Das klingt erstmal nach einer großen Einschränkung, aber die Bürgergemeinde Solothurn sowie ein privater Landwirt geben weiterhin Land für das Vorhaben ab. Der Verein respektiert die Absagen, sieht aber das Projekt nicht gefährdet. Im Gegenteil: Positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass vielen das Vorhaben am Herzen liegt. Um diese Unterstützung weiter auszubauen, möchte der Verein offene Fragen ernst nehmen und den Dialog mit der Bevölkerung intensivieren.

Ein Schritt in die Wildnis

Das Gesuch für die nächste Projektphase soll im kommenden Sommer bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. Das Ziel? Die Tragfähigkeit von Wisenten als Wildtier im Jura zu untersuchen. Ein Testlauf mit einer Wisent-Herde in einem 100 Hektar großen, eingezäunten Gehege, der von 2022 bis 2027 dauert, ist in vollem Gange. Das Gehege bleibt während des Versuchs land- und forstwirtschaftlich nutzbar, und für die Bevölkerung wird der Zugang weiterhin möglich sein. Das ist doch mal ein gutes Zeichen für alle Naturfreunde!

Vor rund 1000 Jahren wurde der Wisent in der Schweiz ausgerottet, sodass die Rückkehr dieser imposanten Tiere eine kleine Sensation ist. Im September 2022 trafen die ersten fünf Wisente – ein Stier, drei Kühe und ein Kalb – in Welschenrohr ein und durften zunächst in ein drei Hektar großes Eingewöhnungsgehege ziehen. Nach ein paar Wochen durften sie in ein 50 Hektar großes Gehege umziehen, das erst im September 2023 auf 100 Hektar erweitert wurde. Fünf kleine Wisent-Kälber wurden im Naturpark Thal geboren – richtig süß!

Wissenschaftliche Begleitung

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um den Einfluss der Wisente auf die Vegetation und andere Wildtiere zu untersuchen. Die BFH-HAFL forscht in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Waldwissenschaften über die Auswirkungen auf seltene Waldgesellschaften. Vorher-nachher-Vergleiche der Vegetation an 60 Standorten sollen Aufschluss darüber geben, wie die Wisente das Ökosystem beeinflussen. Eine Studie in Dänemark hat gezeigt, dass Wisente die Artenvielfalt der Krautvegetation erhöhen können. Natürlich sind Prognosen über den Einfluss der Wisente schwierig und hängen von den jeweiligen Waldtypen ab.

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Ein umfassender Bericht zur Wiederansiedlung der Wisente wird 2027 veröffentlicht. Je nach Ergebnissen könnten die Wisente in eine Halbfreiheit und schließlich in die vollständige Freiheit entlassen werden. Man darf gespannt sein, wie sich dieses ehrgeizige Projekt weiterentwickelt und welche Herausforderungen noch auf die Verantwortlichen zukommen. Aber eines steht fest: Die Rückkehr der Wisente könnte nicht nur einen Beitrag zur Natur leisten, sondern auch eine neue Verbindung zwischen Mensch und Tier schaffen. Das wäre ein echter Gewinn für alle!