Am Donnerstagabend wurde in den Stuttgarter Wagenhallen zum 19. Mal der BSW-Preis für Wirtschaftsjournalismus verliehen. Bei dieser festlichen Veranstaltung, die rund 250 Gäste anzog, wurden herausragende Leistungen im Bereich Wirtschaftsjournalismus geehrt. Besonders im Fokus standen dabei die Preisträger, die mit ihren Arbeiten zur finanziellen Bildung und zur Aufklärung über die komplexen Zusammenhänge der Kapitalmärkte einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Auszeichnung des Journalisten des Jahres ging an Daniel Mohr von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Mohr wurde für seine tiefgreifenden Recherchen gewürdigt, die sich mit den Risiken und Chancen von Investitionen befassen. Seine Arbeit trägt dazu bei, dass Leser die Vorteile des Kapitalmarkts besser verstehen. In der Kategorie Finfluencerin des Jahres wurde Lisa Osada ausgezeichnet. Sie betreibt seit Anfang 2020 den Blog und Instagram-Kanal „Aktiengram“ und veröffentlichte Ende 2023 das Bestseller-Buch „Aktien-Life-Balance“.

Preisträger in verschiedenen Kategorien

Die Verleihung des BSW-Preises umfasste auch zahlreiche weitere Kategorien. So erhielt Klaus Scherer den Preis für seine TV-Reportage „Wirtschaft im Stresstest – Ein Jahr unter Mittelständlern“, die am 17. Dezember 2025 ausgestrahlt wurde. In der Kategorie Geldanlage und Vermögensaufbau wurden Dana Hajek und Marcus Rohwetter für ihren Beitrag „Was Millenials beim Hauskauf ruiniert“ ausgezeichnet, der ebenfalls am 17. Dezember 2025 in der „Zeit“ veröffentlicht wurde.

Für den Bereich strukturierte Wertpapiere wurde Anne Hünninghaus mit dem Beitrag „Balance-Künstler“ geehrt, der in der Ausgabe 06/2026 des Magazins „Courage“ erschienen ist. Darüber hinaus wurde Hannes Breustedt für seinen Artikel „Krieg im Depot“ ausgezeichnet, veröffentlicht in der Juli-Ausgabe 2025 des „manager magazin“. Sarah Huemer erhielt den Preis für ihren Beitrag „Finanzfalle in Rosa“ in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 26. Oktober 2025.

Ein Sonderpreis für Finanzbildung ging an Melanie Bergermann, Michelle Jura und Lisa Ksienrzyk für ihre Reportage „Undercover in der WhatsApp-Gruppe“, die am 2. September 2025 in der „WirtschaftsWoche“ veröffentlicht wurde. Die „Börsen-Zeitung“ wurde für ihr einzigartiges Angebot an Themen ausgezeichnet, das sie seit sieben Jahrzehnten als Chronistin des Kapitalmarktgeschehens auszeichnet.

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Die Bedeutung finanzieller Bildung

Der geschäftsführende Vorstand des BSW, Christian Vollmuth, hob in seiner Ansprache die Bedeutung finanzieller Bildung für Anlageentscheidungen hervor. In einer Zeit, in der die Komplexität der Finanzmärkte stetig zunimmt, ist es entscheidend, dass die Bevölkerung gut informiert ist. Der BSW-Preis ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Aufforderung an alle Journalisten, weiterhin qualitativ hochwertigen und verständlichen Wirtschaftsjournalismus zu betreiben.

Die Auszeichnung des BSW-Preises reiht sich in eine Vielzahl von Initiativen ein, die darauf abzielen, die Qualität des Wirtschaftsjournalismus zu fördern. Ein Beispiel hierfür ist der IHK-Preis für Wirtschaftsjournalismus, der nach Ernst Schneider benannt ist. Dieser Preis fördert den Dialog zwischen Wirtschaft und Medien und stellt die Rolle der Wirtschaftsberichterstattung in den Vordergrund.

Die Vielfalt der ausgezeichneten Beiträge zeigt, dass es viele Facetten wirtschaftlicher Themen gibt, die es wert sind, beleuchtet zu werden. Journalisten, die sich mit der Darstellung und Erklärung wirtschaftlicher Zusammenhänge beschäftigen, leisten einen wertvollen Beitrag zu einer informierten Gesellschaft. Das Engagement der Preisträger ist ein Zeichen dafür, dass der Wirtschaftsjournalismus lebendig ist und sich ständig weiterentwickelt.