Am 30. April 2026 war es endlich so weit: Der RegioDay fand im dahlia Lenggen in Langnau statt, ein Event, das die Gesundheitslandschaft im Emmental nachhaltig prägen könnte. Organisiert von der Regionalkonferenz Emmental und dem Verein «gesund i. E.», war dieser Tag eine Plattform für zahlreiche kommunale Politiker/innen und Fachleute aus dem Gesundheitssektor. Moderator Andreas Wyss, Präsident der Regionalkonferenz, führte die Teilnehmenden durch ein abwechslungsreiches Programm. Ein echtes Highlight! Der Raum war gefüllt mit Menschen, die sich für die Zukunft des Gesundheitswesens im Kanton Bern interessierten. Und das zu Recht, denn die Herausforderungen sind enorm.
Demografische Veränderungen, hohe Erwartungshaltungen, der medizinisch-technische Fortschritt und ein akuter Fachkräftemangel machen es notwendig, dass die Gesundheitsversorgung neu gedacht wird. Der Kanton Bern hat deshalb die Gesundheitsstrategie 2020-2030 ins Leben gerufen. Ziel ist die Bildung von vier Versorgungsregionen, darunter auch das Emmental, um die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu fördern und einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Die Entwicklung des Gesundheitsnetzes Emmental ist dabei ein zentraler Baustein.
Ein Netzwerk für alle
Das Gesundheitsnetz Emmental, das im Rahmen des Vereins «gesund i. E.» gegründet wurde, vereint verschiedene Akteure – von Hausärzten bis zu Spitalorganisationen – und zielt darauf ab, Synergien zu nutzen und die Grundversorgung sicherzustellen. Das Herzstück des Netzwerks ist die sozialmedizinische Koordinationsstelle (SMK), die vor zwei Monaten ihre Arbeit aufgenommen hat. Sie richtet sich an Menschen mit Unterstützungsbedarf und deren Angehörige. Bisher haben sich rund 90 Personen an die Koordinationsstelle gewandt, und die Rückmeldungen sind durchweg positiv.
Das Angebot umfasst drei Leistungsstufen: von Informationen und Beratung über kurzfristige Fallsteuerung bis hin zur Übernahme des Case-Managements. Das ist besonders wichtig, denn die richtige Behandlung zur richtigen Zeit am richtigen Ort – das ist es, was Patienten brauchen. Und das Gesundheitsnetz Emmental möchte genau das erreichen. Die Effizienzsteigerung an den Schnittstellen, wie etwa die Vereinheitlichung von Anmeldungen für Pflegeplätze, steht ebenfalls auf der Agenda.
Ein Blick in die Zukunft
Der RegioDay bot nicht nur Raum für Diskussionen, sondern auch Gelegenheit, die aktuellen Entwicklungen im kantonalen Gesundheitswesen kennenzulernen. Unter den Podiumsgästen waren Regula Feldmann (CEO Spital Emmental), Claudia Sommer (Geschäftsleiterin Spitex Burgdorf-Oberburg), Patrik Walther (Geschäftsführer Alterszentrum Sumiswald AG) und Dr. med. Damian Meli (CEO Espace Health Group), die über ihre Erfahrungen und Visionen sprachen. So wird klar, dass der Weg für die nächsten Jahre mit großen Veränderungen gespickt ist.
Die langfristige Vision ist eine strukturierte und vernetzte Gesundheitsversorgung im Emmental. Ein Ziel, das nicht nur für die gegenwärtige Generation entscheidend sein wird, sondern auch für die zukünftigen. Mit der Gesundheitsstrategie 2020–2030 und dem Gesundheitsnetz Emmental wird ein Fundament gelegt, das auf Zusammenarbeit und Koordination setzt. Das könnte tatsächlich eine Wende im Gesundheitswesen des Kantons Bern bedeuten.
Wer mehr über das Thema erfahren möchte, findet weitere Informationen auf bfs.admin.ch.