Die Automobilbranche in der Schweiz hat in den letzten Jahren so einige Höhen und Tiefen durchlebt. Wer hätte gedacht, dass 2025 der durchschnittliche Fahrzeugpreis auf rund 48.000 Franken sinkt? Im Vorjahr lag er noch bei 50.000 Franken. Diese Erkenntnis kommt aus einer Analyse des Versicherers Axa, die am 20. Mai 2026 veröffentlicht wurde. Der Rückgang der Preise steht in direktem Zusammenhang mit einem schwächelnden Neuwagenmarkt, wo die Leute zunehmend zu günstigeren Occasionsfahrzeugen greifen. Das ist irgendwie auch verständlich, wenn man die geopolitischen Unsicherheiten und die Sparmaßnahmen in Betracht zieht, die viele Menschen dazu veranlassen, beim Autokauf vorsichtiger zu sein.
Vor allem in den Kantonen Zug und Schwyz sieht man das deutlich. Der Kanton Zug hat die teuersten Autos – hier liegt der Durchschnittswert bei satten 65.500 Franken, was 35% über dem Schweizer Schnitt ist! Erstaunlich, oder? Der Kanton Schwyz folgt mit fast 58.000 Franken, Appenzell Innerrhoden kommt mit 54.500 Franken auch nicht schlecht weg. Man könnte fast meinen, die Zuger und Schwyzer hätten eine Vorliebe für luxuriöse Fahrzeuge – vielleicht liegt das am hohen Vermögensniveau dort. Was auch immer der Grund sein mag, es ist klar, dass die Menschen in diesen Regionen bereit sind, etwas mehr für ihren fahrbaren Untersatz auszugeben.
Günstige Autos und jüngere Fahrzeuge
Im Gegensatz dazu finden sich die günstigsten Autos in den Kantonen Jura, Neuenburg und Freiburg. Hier bewegen sich die Durchschnittswerte zwischen 41.500 und 44.000 Franken. Die Schwankungen in den Preisen zeigen die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Schweizer Bevölkerung. Und das ist noch nicht alles! Der durchschnittliche Fahrzeugbestand in der Schweiz ist im Jahr 2025 auf 9,7 Jahre gesunken – ein kleiner Fortschritt im Vergleich zu 10,2 Jahren im Vorjahr. Es scheint, als wären wir auf dem Weg zu jüngeren Fahrzeugen. Interessant ist, dass das Durchschnittsalter der Fahrzeuge im Jahr 2019 noch bei 8,3 Jahren lag. Die Axa führt den Anstieg des Fahrzeugalters seit 2019 auf Sparmaßnahmen und eine gewisse Verunsicherung der Käufer zurück.
Die jüngsten Fahrzeuge findet man übrigens im Kanton Tessin mit einem Durchschnittsalter von 8,4 Jahren. Zug folgt mit 8,7 Jahren, während der Jura mit 9 Jahren etwas älter ist. Besonders bemerkenswert ist, dass die ältesten Fahrzeuge in den Kantonen Bern, Schaffhausen und Appenzell Ausserrhoden mit einem Durchschnittsalter von 10,3 bis 10,6 Jahren zu finden sind. Die Berner haben hier das „Vergnügen“, die ältesten Autos zu fahren – kein Grund zur Freude, wenn man bedenkt, dass das Alter auch oft mit höheren Wartungskosten einhergeht.
Die Trends auf dem Automarkt
Die Entwicklungen auf dem Automarkt zeigen, dass die Schweizer Bevölkerung zunehmend ihre Kaufentscheidungen überdenkt. Laut dem AXA Autoranking 2026 neigen die Menschen dazu, günstigere Autos zu wählen und fahren ihre Fahrzeuge länger. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Neuwagenmarkt, sondern könnte auch der Automobilbranche insgesamt einen neuen Schub geben. Händler und Importeure sollten sich darauf einstellen, dass der Bedarf an Gebrauchtwagen steigt – und das nicht ohne Grund!
Die AutoScout24-Studien aus dem Jahr 2025 zeigen, dass es ein Überangebot an Gebrauchtwagen geben könnte, was durch gesenkte CO2-Zielwerte bedingt ist. Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben wächst, während die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt sinken könnten. Komischerweise haben jüngere Erwachsene (18-29 Jahre) trotz der Diskussionen über Elektromobilität eine Vorliebe für Benzinmotoren – ein wenig widersprüchlich, oder? Und es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Elektromobilität in den Schweizer Unternehmen entwickelt. Nur ein kleiner Teil der Firmenwagen fährt elektrisch, während die SMG Swiss Marketplace Group bereits 82% ihrer Flotte elektrifiziert hat.
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Trends weiterentwickeln werden. Die Emotionen und Alltagstauglichkeit beeinflussen die Kaufentscheidungen stark. Man kann nur hoffen, dass die Automobilbranche in der Schweiz von jüngeren Fahrzeugen und einer nachhaltigen Entwicklung profitieren kann. Es ist ein aufregendes, wenn auch herausforderndes Kapitel für die Autofahrer und die Industrie!