Heute ist der 10.05.2026 und wir schauen mal nach, was sich so im Bereich der Stadtwerke und der Wärmewende tut. Matthias Neth, der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg und erst 46 Jahre jung, steht im Zentrum dieser Diskussion. Geboren in Stuttgart und promovierter Jurist, denkt er schon jetzt über seine Zeit nach der Verbandsvorsteher-Tätigkeit nach – vielleicht mit einem kleinen Schlenker in die Theologie? Wer weiß! Neth ist bekannt für seine Innovationskraft und hat bereits als Landrat im Hohenlohekreis, wo er 2013 mit nur 33 Jahren der jüngste war, einige spannende Projekte angestoßen. Jetzt erwartet er im Jahr 2024, der jüngste Verbandsvorsteher in Baden-Württemberg zu werden. Ganz schön ehrgeizig!
Seine Erfahrungen im Bankwesen, inklusive der Rolle als Verwaltungsratsvorsitzender der örtlichen Kreissparkasse, kommen ihm nun zugute. Er hat ein Finanzierungsmodell für Stadtwerke und Kommunen im Kopf, um die Wärmewende voranzutreiben. Das ist nötig, denn in Baden-Württemberg gibt es rund 250 Stadtwerke, die hohe Investitionen benötigen, um den Anforderungen der Wärmewende gerecht zu werden. Und, oh Wunder, viele dieser Stadtwerke haben keinen Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Neth sieht hierin eine Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), um Kapital von internationalen Investoren zu akquirieren.
Ein neues Finanzierungsmodell
Bis zu den Sommerferien könnte die erste Finanzierung für ein Stadtwerk bereitstehen – ein spannendes Unterfangen! Um Eigenkapital zu erhalten, müssen die Stadtwerke eine Projektgesellschaft gründen. Das klingt kompliziert, ist es aber nicht unbedingt. Neth stellt sicher, dass Geldgeber nicht einfach in den Aufsichtsrat einziehen können, was für viele Kommunen eine Erleichterung darstellen könnte. Bürgschaften von Förderbanken sind dabei unerlässlich, um die Zinsen am Kapitalmarkt zu senken. Und wer weiß, vielleicht wird dieses Modell sogar für internationale Pensionsfonds interessant? Das könnte eine ganz neue Dimension für die Finanzierung der Wärmewende eröffnen.
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Boris Palmer, der Oberbürgermeister von Tübingen, äußert sich skeptisch, betrachtet Neths Vorhaben als zweitbeste Lösung. Man könnte sagen, nicht jeder ist von Neths Plänen überzeugt, aber das gehört nun mal zur Politik dazu. Zudem ist Neth ein CDU-Mitglied und gut vernetzt in der Partei sowie der Landesverwaltung – das kann ihm in der aktuellen Lage nur zugutekommen.
Ein Mann mit vielen Facetten
Der Sparkassenverband Baden-Württemberg, den Neth leitet, hält bedeutende Beteiligungen, unter anderem an der LBS Süd und der SV Sparkassenversicherung. Trotz aller Veränderungen sieht er keinen Veränderungsbedarf in Bezug auf mögliche Fusionen im Verband, was für Stabilität spricht. Er hat an den Universitäten in Tübingen und Lausanne Jura studiert – keine schlechte Basis, um die Herausforderungen im Finanzsektor zu meistern. Und als Mitglied im Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) spielt er eine zentrale Rolle in der deutschen Bankenlandschaft.
Es bleibt abzuwarten, wie sich Neths Pläne entwickeln und ob die Skeptiker – wie Palmer – am Ende recht behalten oder ob sich das Finanzierungsmodell als zukunftsweisend erweist. Die Wärmewende ist schließlich nicht nur ein Thema für Stadtwerke, sondern betrifft uns alle. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich der Markt in Baden-Württemberg und darüber hinaus entwickelt. Wer weiß, vielleicht wird Matthias Neth eines Tages nicht nur in der Bankenwelt, sondern auch in der theologischen Welt seine Spuren hinterlassen!