Heute, am 13. Mai 2026, rollen riesige Rotorblätter durch den Waadtländer Jura. Ein Spezialtransport, der für den Windpark „Sur Grati“ zwischen Vallorbe und Romainmôtier auf die Beine gestellt wurde, bringt die beeindruckenden Teile aus Deutschland nach Basel. Bereits die Dimensionen sind atemberaubend: Jedes Rotorblatt misst stolze 57,5 Meter und wiegt satte 19 Tonnen. Das ist kein Zuckerschlecken, das kann ich euch sagen! Der Transport erfolgt im Schritttempo und stellt die Fahrer vor ganz besondere Herausforderungen, vor allem in den engen Haarnadelkurven, die hier an der Tagesordnung sind.

Insgesamt wird der Windpark der zweitgrößte der Schweiz sein, gleich nach Mont Crosin im Berner Jura. Hier sollen sechs Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von bis zu 210 Metern – inklusive der Rotorblätter – errichtet werden. Man kann sich vorstellen, wie hoch das ist! Die geschätzte jährliche Produktionskapazität liegt zwischen 44,5 und 49,2 Gigawattstunden (GWh), was dem Stromverbrauch von etwa 11.000 Haushalten entspricht. Ganz schön beeindruckend, oder?

Ein langer Weg zum Windpark

Die Gemeinden Premier, Vallorbe und Vaulion sowie die Gesellschaft VOé éole sind die Projektträger, und die Montage der Rotorblätter wird direkt an der Nabe auf dem Turm in 150 Metern Höhe mit einem Spezialkran erfolgen. Man muss sich das mal vorstellen: Da schraubt man diese riesigen Teile in schwindelerregender Höhe fest! Die erste Windkraftanlage soll bis Ende August 2027 fertig montiert sein, während die restlichen fünf Anlagen im Herbst 2027 folgen werden. Die Bauarbeiten haben jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Wanderer, denn der Wanderweg auf der Alp bleibt während der Bauzeit zugänglich und abgesichert. Das ist doch mal ein schöner Nebeneffekt!

Nach 17 Jahren Rechtsstreit kann man sagen, dass die Realisierung des Windparks „Sur Grati“ ein echter Erfolg ist. Der Streit wurde nun endgültig beigelegt, als das Bundesgericht die Beschwerde der Umweltschutzvereinigung Paysage-Libre Vaud abwies. Es wird spannend zu sehen, wie sich die Landschaft hier verändern wird, während die Bauarbeiten voranschreiten.

Einblicke in die Windkraftnutzung

Doch was passiert eigentlich mit diesen gigantischen Rotorblättern? Sie nutzen die kinetische Energie der Luft, um sich zu drehen. Diese mechanische Energie wird dann von einem Generator in elektrische Energie umgewandelt. So wird aus Windstrom ganz einfach Strom für unsere Haushalte. Wusstet ihr, dass die erste Windenergieanlage in der Schweiz bereits 1986 in Langenbruck im Basel-Landschaft mit einer Leistung von 28 kW in Betrieb genommen wurde?

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Heutzutage, im Jahr 2020, gibt es in der Schweiz fast 40 Großanlagen, die zusammen rund 140 GWh Windstrom produzieren. Der größte Windpark befindet sich auf dem Mont Crosin im Berner Jura und hat 16 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 37,2 MW. Das ist eine ganz andere Dimension! Übrigens, Windenergieanlagen produzieren besonders im Winterhalbjahr, wenn der Strombedarf steigt, zwei Drittel ihres Stroms. So ergänzen sie hervorragend die Wasserkraftwerke und Solaranlagen, die im Sommer ihre Höchstleistungen bringen.

Die Kantone sind dafür zuständig, geeignete Gebiete für die Windnutzung festzulegen. Das Energiegesetz verpflichtet sie, solche Gebiete in ihren Richtplänen zu berücksichtigen. Bei der Planung oder Bewilligung von Windparks, die als von „nationalem Interesse“ gelten, müssen verschiedene Interessen abgewogen werden. So wird sichergestellt, dass die Energieproduktion nicht auf Kosten anderer wichtiger Belange geht.

Insgesamt zeigt das Projekt „Sur Grati“ eindrucksvoll, wie die Schweiz auf erneuerbare Energien setzt und dabei gleichzeitig die Landschaft und die Bedürfnisse der Bevölkerung im Blick behält. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden, aber eins ist sicher: Der Wind weht hier kräftig und wird auch in Zukunft für frischen Strom sorgen!