Die Welt der Rechtsberatung hat sich in den letzten Jahren rasant verändert – und das nicht zuletzt dank Menschen wie Jennifer Oellig. Seit 2023 führt sie ihre eigene Kanzlei, Oellig Legal, und berät Mandanten in einem Bereich, der immer mehr im Fokus steht: der Digitalisierung. Themen wie Künstliche Intelligenz, Softwarelösungen, Telekommunikation und Datenschutz stehen auf ihrer Agenda. Oellig hat sich nicht nur einen Namen gemacht, sondern auch den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Davor war sie Syndikusrechtsanwältin bei namhaften Unternehmen wie 1&1 und Strato und hat auch als Of Counsel bei Wilde Beuger Solmecke in Köln gearbeitet. Ein beeindruckender Lebenslauf, der zeigt, dass sie das Handwerk wirklich versteht.

Die Nominierung von Dr. Hanna Schmidt für die LTO Most Wanted bringt ihre Expertise und ihren innovativen Ansatz auf den Punkt. Oellig beschreibt ihre Arbeitsweise als praxisnah und lösungsorientiert. Es geht ihr nicht nur um den juristischen Text – kreative Ideen und eine enge Zusammenarbeit im Team sind für sie entscheidend. Ihr typischer Freitag? Nun, der variiert, aber Yoga um 16:45 Uhr steht fest auf der Agenda. Ein guter Ausgleich zum stressigen Kanzleialltag.

Digitalisierung als Herausforderung und Chance

Aktuell beschäftigt Oellig ein brisantes Thema: der Auskunftsanspruch nach automatisierter Entscheidungsfindung im Rahmen der DSGVO. Ein Thema, das nicht nur für sie, sondern für viele Kanzleien von Bedeutung ist. Laut einer Umfrage zur Digitalisierung in deutschen Kanzleien, die von Mai bis August 2025 durchgeführt wurde, zeigen 47 % der Befragten, dass sie weitestgehend oder voll digitalisiert sind. Das ist eine menge Holz! Dennoch geben 22 % an, noch nicht digital zu arbeiten oder erst die Grundlagen gelegt zu haben. Die Spannbreite ist riesig.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass besonders die Dokumentenerstellung und -analyse im Fokus stehen. Rund 21 % der Kanzleien setzen auf digitale Lösungen zur Dokumentenerstellung, während 19 % der Befragten dies für die Dokumentenanalyse tun. Außerdem nutzen bereits 16 % KI-Tools, und über die Hälfte der Teilnehmenden plant, in den nächsten zwölf Monaten in ein KI-Tool zu investieren. Oellig ist überzeugt, dass Künstliche Intelligenz keine Anwälte ersetzen kann, aber sie wird zu einem unverzichtbaren Werkzeug. Ein wichtiges Arbeitsmittel, um Effizienz und Qualität der Beratung zu steigern.

Herausforderungen und persönliche Entwicklung

Beruflich hat Oellig einige Hürden genommen. Der herausforderndste Moment? Die Kündigung eines geliebten Jobs, um in einem Startup zu arbeiten, das letztendlich Insolvenz anmelden musste. Ein herber Rückschlag, der sie geprägt hat. Ihre erste Vorgesetzte, Dr. Karin Dreher, hat sie in ihrem Werdegang stark beeinflusst – diese persönliche Note ist in der oft kalten Welt der Rechtswissenschaften nicht zu unterschätzen.

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Die Umfrage zeigt nicht nur das wachsende Interesse an KI-Lösungen, sondern auch die Herausforderungen, die es mit sich bringt. Oellig sieht die anwaltliche Beratung manchmal als komplizierend wahrgenommen – und das kann frustrierend sein. Anwaltsrankings betrachtet sie eher als Marketingmaßnahme denn als Maßstab für Qualität. Doch trotz aller Schwierigkeiten liebt sie die Vielfalt ihrer Mandate und die damit verbundenen Herausforderungen. Sie genießt die Entscheidungsfreiheit, die ihr der Schritt in die Selbstständigkeit gebracht hat.

Der Blick nach vorn

Ein Blick in die Zukunft der Rechtsberatung zeigt, dass die Digitalisierung weiter voranschreiten wird. Berichte der International Bar Association, die 2024 veröffentlicht wurden, unterstreichen, dass KI als zentraler Treiber für Effizienz und Veränderung in der Rechtsbranche betrachtet wird. Das White Paper „Digitale Infrastruktur und Recht auf Digitalisierung als neues Staatsziel ins Grundgesetz“ regt zum Nachdenken an – wie wird sich die Rechtslandschaft weiter entwickeln? Oellig und viele ihrer Kolleg:innen sind spannende Wegbereiter in dieser Transformation.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Kombination aus juristischer Präzision und digitaler Innovation entwickeln wird. Das Potenzial ist enorm, und mit Persönlichkeiten wie Jennifer Oellig an der Spitze wird die Rechtsberatung vielleicht bald ganz anders aussehen – und das nicht nur in Basel, sondern überall, wo Recht auf digitale Lösungen trifft.