Heute ist der 6.05.2026, und in Graubünden blicken die Bergbahnen auf eine Wintersaison zurück, die für viele gemischte Gefühle sorgt. Der Winter 2025/26 war ein echtes Auf und Ab. Zunächst sah es eher mau aus – der Schnee ließ auf sich warten, und so mussten zusätzliche Kosten für die Beschneiung und Pistenpräparation aufgebracht werden. Komischerweise unterstreicht das die Bedeutung der technischen Unterstützung, wenn die Natur nicht mitspielt. Besonders bis Ende Januar war die weiße Pracht rar gesät, was viele Skifahrer und Snowboarder entmutigte. Doch dann kam der ersehnte Schnee – und zwar in großen Mengen. Die Freude hielt nicht lange an, denn die frisch gefallene Schneedecke brachte auch ihre Schattenseiten mit sich: Lawinengefahr und eine gestaffelte Öffnung der Gebiete sorgten für zusätzliche Herausforderungen.
Die Zahlen sprechen eine eigene Sprache: Die Bergbahnen Graubünden verzeichnen einen leichten Rückgang bei den Ersteintritten von ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist zwar kein Grund zur Panik, aber auch nicht das, was man sich von einer Wintersaison wünscht. Der Winter 2024/25 war schließlich die beste Saison seit 15 Jahren! Im Fünfjahresdurchschnitt sieht die Bilanz freundlicher aus: Hier gibt es ein Plus von 7,3 Prozent bei den Ersteintritten. Der Transportumsatz stieg um 0,4 Prozent – ein Lichtblick inmitten der Herausforderungen. Die Surselva hat es jedoch etwas schwerer erwischt. Hier gab es einen Rückgang von 2,4 Prozent bei den Ersteintritten, was sich aber im Zehnjahresdurchschnitt nicht negativ auswirkt, denn da liegt die Region ganz oben.
Regionale Unterschiede und Herausforderungen
<pWenn wir einen Blick über die Grenzen Graubündens werfen, sehen wir spannende regionale Unterschiede. Der Branchenverband Seilbahnen Schweiz hat die Gästeanzahl von über 120 Mitgliedern ausgewertet. Im Wallis gab es einen Zuwachs von 3 Prozent im Vergleich zur Saison 2024/25. Graubünden tut sich also nicht ganz so schlecht, während das Berner Oberland einen Rückgang von 2 Prozent verzeichnet hat. Besonders bitter ist die Lage in der Zentralschweiz mit einem Minus von 8 Prozent und der Ostschweiz, die sogar um 13 Prozent einbüßt. Das ist schon recht beunruhigend. Ein echter Aufruf zum Handeln, um die Gäste zurückzugewinnen!
Die Fahrpreise sind auch nicht unerheblich, wenn es darum geht, die Wintersaison für die Gäste attraktiv zu gestalten. Tageskarten variieren stark: In Davos und Klosters kosten sie jeweils CHF 89 für Erwachsene und CHF 36 für Kinder. Im Vergleich dazu sind die Preise in Chur – wo eine Tageskarte für Erwachsene nur CHF 45 kostet – schon fast ein Schnäppchen. Das könnte ein Anreiz für Familien sein, die die höheren Preisregionen meiden. Und wer könnte es ihnen verübeln? Man hört ja, dass der Geldbeutel nicht immer so prall gefüllt ist.
Egal, wie man es dreht und wendet, die Wintersaison 2025/26 hat uns gelehrt, dass Wetterkapriolen und wirtschaftliche Herausforderungen Hand in Hand gehen. Die Saisons sind ein ständiger Wettlauf, und die Bergbahnen müssen sich immer wieder neu erfinden, um die Skifahrer und Snowboarder für sich zu gewinnen. Vielleicht bringt der nächste Winter die ersehnte Stabilität und die Möglichkeit, wieder durchatmen zu können. Aber das bleibt abzuwarten! Und bis dahin können wir uns auf die kommenden Sommermonate freuen – vielleicht werden die Wanderwege dann die neuen Hotspots für Abenteuer und Erholung!