Wahlen in Graubünden: SVP feiert Comeback, Mitte blutet Sitze und Grüne überraschen
Heute ist der 15.06.2026 und in Graubünden hat sich einiges getan. Die jüngsten Wahlen haben ein klares Bild gezeichnet: Die SVP, die lange Zeit in der Opposition war, hat zurückgeschlagen und sich als Wahlsiegerin hervorgetan. Roman Hug, der neue Parteipräsident, zeigt sich dankbar und erfreut über das Vertrauen der Bündner Bevölkerung. Zehn zusätzliche Sitze im Parlament – das ist ein starkes Statement, das die SVP nicht nur zurück in die Bündner Regierung bringt, sondern auch die politische Landschaft ordentlich aufmischt.
Die Mitte-Partei hingegen hat die bittere Pille schlucken müssen. Ein Verlust von sechs Sitzen, von 34 auf 28, und ein verlorener Regierungssitz – das tut weh. Kevin Brunold, der Präsident der Mitte, spricht von schmerzhaften Verlusten und kündigt an, dass es parteiinterne Diskussionen über diese Niederlage geben wird. Vielleicht hat die hohe Beteiligung an den eidgenössischen Abstimmungen etwas mit dem Ergebnis zu tun. In jedem Fall wird das Bündner Parlament nun nach rechts rücken und zugleich zersplitterter sein als je zuvor.
Grüne und SP im Auf und Ab
Die Grünen haben sich in dieser Wahlperiode ebenfalls bemerkenswert geschlagen. Erstmals eigenständig angetreten, haben sie es geschafft, eine eigene Fraktion mit sieben Sitzen ins Leben zu rufen. Präsidentin Anita Mazzetta strahlt vor Zufriedenheit – ein wahrer Erfolg nach nur zwei Sitzen in der letzten Legislaturperiode! Ganz anders hingegen die Sozialdemokraten, die gleich fünf Sitze verloren haben. Der Verlust ist nicht nur schmerzlich, sondern auch eine klare Ansage: Der Grüne-Alleingang hat der SP ordentlich zugesetzt. Peter Peyer von der SP konnte sich zwar wiederwählen lassen, aber die allgemeine Stimmung ist eher gedämpft.
Die neue Sitzverteilung im Parlament zeigt, wie dynamisch die politische Landschaft in Graubünden ist: SVP 35, Mitte 28, FDP 23, SP 20, GLP 7 und Grüne 7. Das ist ein bunter Mix, der für spannende Diskussionen und vielleicht auch einige hitzige Debatten sorgen könnte.
Ein Blick in die Zukunft
Wie es weitergeht? Das steht in den Sternen. Die SVP wird sicher versuchen, die neu gewonnenen Sitze strategisch zu nutzen und ihren Einfluss auszubauen. Die Mitte hingegen muss sich erstmal sammeln und die Ursachen für die herben Verluste ausloten. Die Grünen und die SP werden wohl weiterhin um ihre Positionen kämpfen müssen, während die FDP als stabiler Faktor im Hintergrund agiert. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Konstellationen entwickeln und welche Themen in den kommenden Monaten auf die Agenda kommen werden. Eines ist sicher: Die politischen Wogen in Graubünden werden sich nicht so schnell glätten.
