Graubünden zwischen Protest und Planung: Wer findet den richtigen Kurs in der Verkehrspolitik?
Heute ist der 21.07.2026, und in Graubünden brodelt es gewaltig, was die Verkehrspolitik angeht. Die SVP hat kürzlich eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie die Reaktion der Regierung auf ihren Vorstoss scharf kritisiert. Die Regierung hingegen bleibt gelassen und verweist darauf, dass das Modell aus Birsfelden noch immer Gegenstand hängiger Gerichtsverfahren ist. Was für eine Situation! Da stehen die politischen Akteure auf der einen Seite und die Bevölkerung auf der anderen, die nach Lösungen schreit.
Die Exekutive hat sich entschieden, zunächst die rechtliche Situation abzuwarten, bevor sie Ressourcen für ein weiteres Pilotprojekt bereitstellt. Verständlich, könnte man meinen, aber die SVP sieht das anders. Sie fordert eine Machbarkeitsstudie, um Grundlagen zu schaffen und die Möglichkeiten aufzuzeigen, anstatt darauf zu warten, wie die Gerichtsverfahren ausgehen. Ein klarer Hinweis auf das Unbehagen der Bevölkerung – und das ist mehr als berechtigt!
Birsfelden und die neuen Regeln
In Birsfelden gilt seit 2025 ein Durchfahrtsverbot auf mehreren Quartierstraßen. Dabei geht’s nicht nur um ein paar Schilder – die Kontrolle erfolgt automatisiert. Autofahrer, die weniger als 15 Minuten in den betroffenen Zonen verweilen, müssen mit einer Busse rechnen. Das sorgt natürlich für Aufregung, besonders bei den Anwohnern und dem ortsansässigen Gewerbe, die von dieser Regelung ausgenommen sind. Die Gemeinden sind besorgt, dass sich der Verkehr nur anderswo staut.
Nun hat die SVP ihren Auftrag und eine Anfrage von Anita Mazzetta (Grüne) auf die Agenda des Bündner Parlaments gesetzt. Das wird spannend! Die Grünen und die SVP haben bereits ihre Unterstützung für ein ähnliches Modell in Graubünden signalisiert. Die Bündner Politik schaut sich das Birsfelder Modell ganz genau an, ist aber skeptisch, da auch hier die betroffenen Straßen in der Durchgangsstraßen-Verordnung aufgeführt sind. Eine Sperrung ist also nicht ohne Weiteres möglich. Da muss erst mit dem Bund gesprochen werden.
Graubünden im Fokus
Ein Pilotversuch nach dem Birsfelder Modell könnte nur mit vollautomatisierten technischen Lösungen denkbar sein. Die Bündner Regierung wartet nun mehr oder weniger ab, was in Birsfelden passiert. Die Region entlang der A13 und A28 ist stark vom Ferienverkehr geprägt. Hier könnte sich das Problem noch verschärfen, denn der Verkehr hat weniger Routine und bringt damit weniger nachhaltige Verhaltensänderungen mit sich. Komisch, nicht wahr? Genau wie in Birsfelden, wo die Menschen ungeduldig auf Veränderungen warten und gleichzeitig die Politik um Klarheit ringt.
Am Ende bleibt die Frage: Was wird sich durchsetzen? Die Dringlichkeit der SVP oder die abwartende Haltung der Regierung? Die nächsten Wochen und Monate könnten entscheidend sein für die Verkehrspolitik in Graubünden. Wenn sich die Wogen glätten und ein klarer Kurs gefunden wird, könnte das nicht nur für die betroffenen Gemeinden, sondern für die gesamte Region von Bedeutung sein. Und vielleicht, nur vielleicht, erleben wir bald ein Verkehrsmodell, das auch woanders Schule macht. Man darf gespannt sein!
