Die Auszeichnung Gute Bauten Graubünden hat sich zu einem bedeutenden Ereignis im Bereich der Architektur und Baukultur im Kanton Graubünden entwickelt. 2023 findet dieses wertvolle Event bereits zum siebten Mal seit 1987 statt und setzt sich das Ziel, das Bewusstsein für hochwertige Baukultur zu schärfen. Hier werden Bauherrschaften geehrt, deren Projekte zur Attraktivität des Kantons beitragen und als Vorbilder für eine nachhaltige Gestaltung des Lebensraums dienen.

Die Bewerbung für die Auszeichnung erfolgt online, und Bauträgerschaften sowie Planende haben die Möglichkeit, ihre Arbeiten einzureichen. Zulässig sind Projekte in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Denkmalpflege sowie Raum-, Stadt- und Landschaftsplanung, die seit 2021 im Kanton Graubünden fertiggestellt wurden. Wichtig zu beachten ist, dass eingereichte Projekte nicht bereits bei der letzten Austragung eingereicht worden sein dürfen.

Ein interdisziplinäres Beurteilungsverfahren

Ein zweistufiges Beurteilungsverfahren wird von einer interdisziplinär zusammengesetzten Jury durchgeführt. Diese orientiert sich an den acht Kriterien für hohe Baukultur des Davos Qualitätssystems. Die Bekanntgabe der ausgezeichneten Arbeiten erfolgt am 17. November 2026. Der Verein Gutes Bauen Graubünden wird von mehreren Verbänden und Institutionen getragen, darunter der Bund Schweizer Architekten BSA, der Bündner Heimatschutz BHS und der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA, Sektion Graubünden.

Die Auszeichnung fördert nicht nur das Bewusstsein für hochwertige Baukultur, sondern auch die öffentliche Auseinandersetzung mit dem gebauten Lebensraum. Unter den zahlreichen Projekten, die zur Beurteilung eingereicht werden, könnten wahre Schmuckstücke der Architektur hervorstechen, die das Landschaftsbild Graubündens nachhaltig prägen.

Die Baukultur in Graubünden

Graubünden hat eine hohe Dichte an qualitativ hochwertiger Architektur und hat viele herausragende Architektinnen und Bauingenieure hervorgebracht. Um diese Baukultur weiter zu fördern, plant der Kanton in Zusammenarbeit mit der Stadt Chur und der Stiftung Schloss Haldenstein die Einrichtung eines „Archivs der Baukultur“. Dieses Spezialarchiv des Staatsarchivs Graubünden wird bedeutende Architektur- und Ingenieurbüros unterstützen und deren Nachlässe aufbereiten. Es wird nicht nur Pläne und Dokumentationen archivieren, sondern auch Workshops und Veranstaltungen für die Öffentlichkeit anbieten.

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Durch diese Initiativen wird das Bewusstsein für die Baukultur in der Region gestärkt, und es wird eine tiefgehende Analyse von Bauprozessen ermöglicht. Das Archiv soll den architekturinteressierten Tourismus fördern und die Ergebnisse durch Ausstellungen und Veranstaltungen zugänglich machen. Die Unterlagen des Ateliers von Peter Zumthor werden als erster Bestand umfassend aufgearbeitet, was zeigt, wie wertvoll und lebendig die Baukultur in Graubünden ist.

Die Auszeichnung Gute Bauten Graubünden ist somit nicht nur eine Ehrung, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur langfristigen Attraktivität des Kantons, der die Baukultur in all ihren Facetten lebendig hält. Für alle Beteiligten ist es eine Gelegenheit, sich mit der eigenen Arbeit auseinanderzusetzen und die Schönheit und Qualität des Bauens in Graubünden zu feiern.