In der Nacht auf Mittwoch geriet ein Waffengeschäft in Glarus ins Visier unbekannter Täter. Sie schlichen sich durch ein eingeschlagenes Fenster in den Laden und entwendeten eine unbekannte Anzahl an Waffen. Der Alarm ging kurz nach 3.10 Uhr bei der Kantonspolizei Glarus ein. Zu diesem Zeitpunkt waren die Einbrecher jedoch bereits auf und davon. Ein verzweifelter Versuch, die Täter zu fassen, wurde sofort eingeleitet – doch die Fahndung durch die Polizei blieb ohne Erfolg. Die Nachbarkantone wie Schwyz, St.Gallen und Uri schlossen sich an, aber auch hier war die Ausbeute eher mau.

Immer wieder landeten die Rufe nach mehr Sicherheit in der Luft. Seit 2025 häuft sich die Anzahl an Einbrüchen in Waffengeschäfte in der Schweiz. Besonders alarmierend ist die Statistik: Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) registrierte seit Januar 2026 insgesamt 23 Einbrüche oder gescheiterte Versuche. Die meisten dieser Übergriffe werden von ausländischen Diebesbanden, vor allem aus Frankreich, durchgeführt. Ein besorgniserregender Trend, der nicht nur die Ladenbesitzer, sondern auch die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Die entwendeten Waffen werden laut Fedpol häufig nach Frankreich überführt und dort in gewaltsamen Auseinandersetzungen eingesetzt. Ein Teufelskreis, der kaum zu durchbrechen ist.

Ein Blick auf die aktuelle Situation

Die Luzerner Polizei meldete kürzlich einen versuchten Einbruch in Malters, bei dem zwei Männer festgenommen wurden. Ein weiteres Beispiel für den Anstieg der kriminellen Energie. In Kreuzlingen im Thurgau rammt ein Auto die Eingangstür eines Waffengeschäfts, die Täter konnten entkommen. Und auch in Solothurn gab es einen Einbruch, bei dem die Polizei Schüsse abgab – die Täterschaft flüchtete. Solche Vorfälle werfen ein beunruhigendes Licht auf die Sicherheit in der Schweiz. Man fragt sich, was da schief läuft. Ist es nur ein Trend, oder steckt mehr dahinter?

Die Waffengeschäfte stehen unter Druck, während die Polizei verzweifelt nach Lösungen sucht. Es ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch eine Herausforderung, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Die Menschen wollen sich sicher fühlen, wissen, dass sie in ihren Städten und Gemeinden geschützt sind. Und vor allem wollen sie verhindern, dass solche Waffen in die falschen Hände geraten. Ein heikles Thema, das uns alle betrifft – egal, ob wir selbst Jäger oder Sportschützen sind oder nicht. Sicherheit ist ein Grundrecht, das wir nicht einfach so aufs Spiel setzen sollten.