Am 14. Juni 2026 steht im Kanton Glarus die Gesamterneuerungswahl des Landrates auf dem Programm. Ein ganz normaler Wahltag, könnte man meinen, aber hier gibt es mehr als nur die üblichen Wahlversprechen und Plakate, die fröhlich an den Wänden prangen. Im Landrat, dem Parlament des Kantons, sind 60 Sitze zu vergeben, und die Aufregung in der Bevölkerung ist spürbar. Glarus ist in drei Wahlkreise aufgeteilt: Glarus Nord, Glarus und Glarus Süd, wobei die bevölkerungsstärkste Gemeinde, Glarus Nord, fast die Hälfte der Mandate einnimmt.
Stellen Sie sich das mal vor: 396 Kandidaten wollen sich ein Stück vom politischen Kuchen sichern. Die SVP, als wählerstärkste Partei mit 18 Mitgliedern, ist fest entschlossen, ihre Vormachtstellung auszubauen. Alle bisherigen Mitglieder treten wieder an, und die Konkurrenz ist gespannt, wie sich die politischen Kräfte verschieben werden. Man rechnet nicht unbedingt mit großen Umwälzungen, doch die Wähler könnten mit ihrer Stimme einiges bewirken.
Das Wahlsystem
Aber wie läuft das eigentlich, das Wählen im Kanton Glarus? Nun, die Wählerinnen und Wähler, die ab 16 Jahren stimmberechtigt sind, dürfen vorgedruckte Listen verwenden oder leere Zettel ausfüllen. Änderungen an diesen Listen sind erlaubt – man kann also kreativ werden, solange man die Regeln im Auge behält. Höchstens zweimal darf ein Name aufgeschrieben werden, und die Stimmenanzahl darf die Sitze im Wahlkreis nicht überschreiten. Ein bisschen wie ein Puzzle, wo alles passen muss!
Erhältlich sind die Wahlunterlagen spätestens drei Wochen vor dem Wahltag. Dazu gehören nicht nur die Listen, sondern auch ein Merkblatt und sogar ein Erklärfilm, um sicherzustellen, dass niemand im Dunkeln tappt. Falls mal etwas schiefgeht, sei es ein Umzug oder Probleme mit den Wahlunterlagen – die Gemeinden stehen bereit, um zu helfen. Und auch, wenn die Wahlzettel mal nicht ganz so aussehen, wie man es sich wünscht – Korrekturen sind handschriftlich erlaubt, aber Kommentare und Skizzen, die das Ganze verschandeln könnten, sind tabu.
Die politische Landschaft
Ein spannendes Rennen ist auch die Situation rund um die SP, die in Glarus Süd möglicherweise auf zwei Sitze verzichten muss. Das Fehlen bekannter Kandidaten, wie dem Gemeindepräsidenten Hansruedi Forrer, lässt die Wähler zweifeln. Auf der anderen Seite setzen die Grünen auf Ständerat Mathias Zopfi als Zugpferd und haben zahlreiche Frauen und junge Kandidierende ins Rennen geschickt. Es bleibt abzuwarten, ob der frische Wind in der politischen Landschaft von Glarus auch tatsächlich weht.
Die Vorzeichen deuten auf eine hohe Stimmbeteiligung hin, was in Anbetracht der lebhaften politischen Diskussionen nicht weiter verwunderlich ist. Die Leute sind interessiert, und das ist wichtig – schließlich geht es um ihre Zukunft, ihre Stimme zählt. Es ist ein bisschen wie ein großes Familientreffen, bei dem jeder seine Meinung äußert und die Richtung mitbestimmt. Man könnte sagen, die Wahlen sind eine Art Volksfest der Demokratie.
Und so blicken die Glarnerinnen und Glarner auf den 14. Juni 2026, bereit, ihre Stimme abzugeben und die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Das Warten hat bald ein Ende, und die Frage bleibt: Wer wird das Rennen machen? Die Spannung steigt!