Glarus kämpft gegen Zigaretten-Littering: Gemeinsam für saubere Spielplätze!
In Glarus tut sich was! Ab Mitte Juli startet die Gemeinde eine Kampagne gegen das lästige Zigaretten-Littering auf Spielplätzen. Die Zusammenarbeit mit der NGO Stop2drop soll helfen, ein gesundes Umfeld für unsere Kleinen zu schaffen. Ein hehres Ziel, denn Zigarettenstummel sind alles andere als harmlos. Diese kleinen, meist übersehenen Abfälle sind giftig, bestehen aus Plastik und enthalten über 7000 Chemikalien. Unglaublich, aber wahr: Ein einziger Zigarettenstummel kann bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen, was uns ganz schön zum Nachdenken anregen sollte!
Mit Hinweistafeln und Plakaten auf Kinderspielplätzen und anderen öffentlichen Orten möchte die Gemeinde die Bevölkerung sensibilisieren. Die Botschaft ist klar: Wertschätzung und Rücksichtnahme stehen im Vordergrund. Verbote sind nicht die Lösung, sondern ein respektvoller Umgang miteinander. QR-Codes auf den Tafeln geben hilfreiche Tipps, wie man rauchende Personen freundlich ansprechen kann. Zudem fördert die Kampagne rauchfreie Spielplätze, um die Gesundheit unserer Kinder vor Passivrauch zu schützen.
Ein Blick auf die Zahlen
Eine Analyse von Stop2drop auf 170 Spielplätzen ergab über 15.000 Zigarettenstummel – das sind im Schnitt 91 pro Spielplatz! Und das ist kein Einzelfall. Die Initiative wird von 37 Gemeinden aus zwölf Kantonen unterstützt, die sich ebenfalls für die Bekämpfung des Zigaretten-Litterings im öffentlichen Raum engagieren. Die Kampagne soll die Bevölkerung über die Folgen von Zigarettenabfällen informieren und eine gesunde Umgebung für unsere Kinder schaffen. So haben 24 Gemeinden bereits das Modul „Rauchfreie & saubere Spielplätze“ umgesetzt, mit dem Ziel, diese bis zum 12. Mai 2026 rauchfrei zu gestalten.
Die finanziellen Aspekte sind nicht zu vernachlässigen. Die Reinigung von Zigarettenstummeln kostet die Gemeinden jährlich über 52 Millionen Franken. Und das, nur weil viele Raucher ihre Abfälle nicht ordnungsgemäß in Mülleimern entsorgen. Ein trauriger Umstand, denn die Gründe für Littering sind vielfältig: Gedankenlosigkeit, fehlendes Bewusstsein für die Umwelt und oft auch die mangelnde Verfügbarkeit von Entsorgungsmöglichkeiten.
Gemeinsam gegen Littering
Doch diese Kampagne ist nicht nur lokal, sondern ein Teil eines größeren Trends. Die NGO Stop2drop, die 2019 von einer Schulklasse im Kanton Bern ins Leben gerufen wurde, hat sich seit 2022 als unabhängiger Verein organisiert. Sie hat das Ziel, Zigaretten-Littering zu bekämpfen und die Bevölkerung für die Umweltverschmutzung sowie die gesundheitlichen Folgen von Nikotinprodukten zu sensibilisieren. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung: Die Initiative „Generation Rauchfrei“, die Kindern ein rauchfreies Aufwachsen ermöglichen möchte, wird ebenfalls unterstützt.
Die Kampagne „Achte auf die Umwelt“ des BVTE zielt darauf ab, die Verbraucher für das Thema Littering zu sensibilisieren. Ganz klar, Abfälle gehören in Mülleimer oder in Taschenaschenbecher, die mittlerweile auch in großer Zahl verteilt wurden. Denn Littering ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, und jeder kann dazu beitragen, unsere Umwelt ein Stück sauberer zu machen. Die Zahlen sprechen für sich, und es liegt an uns allen, nicht nur auf den Müll zu achten, sondern auch auf unsere Mitmenschen.
