Glarus hat einen bedeutenden Schritt in der Bewahrung seines kulturellen Erbes gemacht. Mit dem Abschluss des audiovisuellen Übersichtsinventars sind nun 57 Sammlungen dokumentiert, die zusammen rund 12 Millionen audiovisuellen Objekte umfassen. Das ist eine gewaltige Zahl! Fotografien, Filme, Videos und Tonaufnahmen erzählen die Geschichten der Region und ihrer Menschen – von den Auswanderern bis hin zur Industrieentwicklung und dem gesellschaftlichen Wandel. Dabei reicht die Erfassung bis ins 19. Jahrhundert zurück! Wer hätte gedacht, dass so viele Schätze in den Archiven schlummern?
Dieses umfassende Projekt wurde vom Landesarchiv Glarus in Zusammenarbeit mit Memoriav durchgeführt. Eine Umfrage unter 164 Adressaten im Kantonsgebiet hat die Grundlage für diese Sammlung gelegt. Die Objekte befinden sich nicht nur bei großen Institutionen, sondern auch bei Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen. So wird das audiovisuelles Kulturgut nicht nur gesichert, sondern auch für die Nachwelt nutzbar gemacht. Viele der gesammelten Objekte sind bereits online verfügbar – ein echter Genuss für Geschichtsinteressierte!
Ein neues Bewusstsein für Kulturgut
Das Ziel des Inventars ist klar: Es soll nicht nur die Anzahl der vorhandenen audiovisuellen Dokumente im Kanton Glarus erfassen, sondern auch deren Erhaltungszustand bewerten. Das ist wichtig, denn audiovisuelles Kulturgut ist von unschätzbarem Wert für die historische und kulturelle Überlieferung der Region. Das Landesarchiv engagiert sich stark für die Erhaltung dieses Erbes und möchte gleichzeitig das Bewusstsein dafür schärfen. Eine Informationsveranstaltung zum Inventarprojekt findet am 30.10.2025 im Hotel Post Glarnerhof statt – eine Gelegenheit, mehr über die Schätze des Glarnerlandes zu erfahren!
In der Tat, der audiovisuelle Schatz birgt viel mehr als nur historische Daten. Er bietet Einblicke in das Alltagsleben der Menschen und zeigt die Rolle von Glarner Frauen im Wandel der Zeit. Die Sammlungen erzählen von den Veränderungen in Landschaften, sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten – es ist fast so, als würde man durch die Zeit reisen. Da kann man nur ins Staunen geraten!
Prävention und Erhalt
Doch bei all dem Glanz und Gloria, den diese Sammlungen versprechen, ist es auch wichtig, einen Blick auf die Schadensprävention zu werfen. Das Bundesarchiv hat klar erkannt, dass die präventive Erhaltung von Archivgut wirtschaftlicher ist als die spätere Schadensbehebung. Es gibt klare Empfehlungen, wie man mit alten Dokumenten umgehen sollte – vom Transport über die Magazinierung bis hin zur richtigen Verpackung. Themen wie Schimmelvorsorge und Notfallmanagement in Archiven sind essenziell, um das Kulturgut für die Zukunft zu bewahren.
Die jüngsten Empfehlungen des Ausschusses zur Bestandserhaltung sind darauf ausgelegt, die Lebensdauer der Dokumente zu verlängern. Schließlich soll der historische Reichtum Glarus’ für viele Generationen erhalten bleiben. Und so wird nicht nur die Geschichte erzählt, sondern auch aktiv dafür gesorgt, dass sie nicht in Vergessenheit gerät.