Heute ist der 16.06.2026, und die Stadt Dietikon hat sich auf den Weg nach Glarus gemacht. Der Stadtverein Dietikon, ein lebendiger Club mit rund 400 Mitgliedern, veranstaltete seinen traditionellen Jahresausflug und 86 Mitglieder und Gäste ließen sich diesen Ausflug nicht entgehen. Es ist wirklich bemerkenswert, wie solch ein Verein die Gemeinschaft zusammenbringt. Man könnte fast sagen, dass die Vorfreude in der Luft lag, als die Teilnehmer in ihren Cars Platz nahmen, bereit für einen Tag voller Aktivitäten und interessante Geschichten.

Die Reise führte die Gruppe ins Herz von Glarus, wo die 113. Generalversammlung des Stadtvereins im alten Postgebäude stattfand. Otto Müller, der Präsident, leitete die Versammlung mit der Gelassenheit eines erfahrenen Kapitäns. Alle statutarischen Geschäfte wurden ohne Diskussion genehmigt, und der gesamte Vorstand sowie Müller wurden einstimmig für weitere vier Jahre wiedergewählt. Es ist schön zu sehen, dass das Vertrauen in die Vereinsführung so stark ist – das spricht für die gute Arbeit, die geleistet wird.

Ein Blick in die Geschichte

Nach der Versammlung war es an der Zeit, die Stadt Glarus zu erkunden. Die Teilnehmer konnten zwischen einer Stadtführung und dem Besuch des Anna-Göldi-Museums wählen. Die Stadtführung war ein echtes Highlight! Sie dauerte etwa eine Stunde und erzählte die bewegte Geschichte Glarus’. Besonders eindrucksvoll war der Brand von 1861, der die Stadt stark verwüstete. Doch die Glarner hatten Mut und Entschlossenheit, sie erlebten einen beeindruckenden Wiederaufbau. Die Anekdoten und Informationen über bekannte Persönlichkeiten aus der Region machten den Rundgang lebendig und greifbar. Und wie könnte es anders sein – auch kulinarische Spezialitäten der Region wurden nicht vergessen. Man kann sich gut vorstellen, wie der Duft von frisch gebackenem Brot durch die Gassen zog.

Ebenfalls spannend war der Besuch des Anna-Göldi-Museums, das sich mit einem der dunkelsten Kapitel der Glarner Geschichte auseinandersetzt. Anna Göldi, geboren am 24. Oktober 1734, war eine der letzten Frauen in Europa, die der Hexerei beschuldigt und hingerichtet wurden. Ihr Fall sorgte für großen Aufruhr, nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland. Komischerweise wurde sie nicht als Hexe, sondern als Giftmörderin verurteilt – ein rechtlicher Schachzug, der hinterfragt werden kann. Schließlich fand ihre Hinrichtung am 13. Juni 1782 statt, und das Urteil war rechtlich fragwürdig, da Göldi keine Glarnerin war. Das lässt einen schon nachdenklich zurück, wenn man die Ungerechtigkeiten der damaligen Zeit bedenkt.

Ein geselliges Beisammensein

Nach all den Eindrücken war es Zeit für ein geselliges Beisammensein beim gemeinsamen Essen. Die Atmosphäre war warm und einladend, das Geschirr klirrte, und Lachen hallte durch den Raum. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Essen Menschen verbindet. Die Teilnehmer tauschten Erlebnisse aus und ließen den Tag Revue passieren. Was für ein schöner Abschluss für einen Tag voller Geschichte und Gemeinschaft!

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Die Rückfahrt nach Dietikon verlief entspannt. Man konnte die Gespräche über Glarus und die Erlebnisse des Tages hören, während die Landschaft an den Fenstern vorbeizog. Solche Ausflüge stärken nicht nur den Zusammenhalt im Verein, sondern lassen auch Raum für persönliche Begegnungen und Freundschaften. Und das ist es doch, was das Leben lebenswert macht, oder?