Gemeinsam stark: Der Frauenverein Niederurnen setzt neue Akzente für Alleinerziehende
Am 23. Juni 2026 war es wieder einmal soweit: Die Hauptversammlung des Gemeinnützigen Frauenvereins Niederurnen fand statt und es war ein Abend voller Emotionen und persönlicher Begegnungen. Die Mitglieder waren gekommen, um die neuen Weichen für die Zukunft zu stellen und die neu gewählten Vorstandsmitglieder zu begrüßen. Claudia Eberle, die als Präsidentin bestätigt wurde, strahlte vor Freude, während sie die vielen Gesichter vertrauter und neuer Mitglieder sah. Ein Gefühl von Gemeinschaft lag in der Luft, das selbst die kühlsten Herzen erwärmen konnte.
Ein wichtiger Punkt auf der Agenda war die Wahl des Vorstands. Myriam Blumer, Monica Wüger und Andrea Tresch wurden wiedergewählt – das zeigt, wie sehr sie das Vertrauen der Mitglieder genießen! Neu im Vorstand sind nun Karin Stüssi in der Rolle der Aktuarin und Nicole Zweifel als Beisitzerin. Zugegeben, der Abschied von Maria Stüssi-Glarner und Caroline Schnyder berührte viele Anwesende, aber die frischen Gesichter bringen neue Ideen und Energie. Die neuen Revisorinnen, Caroline Fischli-Boss und Renata Gehrig-Mathis, wurden ebenfalls herzlich empfangen.
Ein Lichtblick für Alleinerziehende
Ein aufregendes neues Projekt wurde in der Versammlung vorgestellt: Ab September 2026 startet der „Treffpunkt für Alleinerziehende“. Hierbei handelt es sich um ein Treff, das darauf abzielt, Alleinerziehende und ihre Kinder zu entlasten und den Austausch zu fördern. Geplant sind zweiwöchentliche Treffen am Freitagabend, bei denen es nicht nur ein gemeinsames Abendessen geben wird, sondern auch die Möglichkeit für Gespräche und fachliche Begleitung durch eine Sozialarbeiterin. Ein Konzept, das Hand und Fuß hat und ein echtes Bedürfnis in der Gemeinde anspricht.
In Deutschland leben etwa 1,7 Millionen alleinlebende Elternteile mit minderjährigen Kindern, und in fast jeder fünften Familie wird heute ein Kind allein oder getrennt erzogen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig so ein Projekt ist. Alleinerziehende stehen oft vor besonderen Herausforderungen, wie unzureichenden Betreuungsangeboten oder dem Armutsrisiko, das häufig dreimal höher ist als bei Eltern in Partnerschaft. Die Unterstützung, die der Frauenverein hier bietet, ist also nicht nur lokal relevant, sondern hat auch überregionale Bedeutung.
Der Verein als soziale Stütze
Der Frauenverein Niederurnen bietet bereits jetzt diverse Engagements an, wie etwa das Brockenhaus für günstige Alltagsgegenstände oder den Spazierdienst für Senioren. Diese Initiativen sind nicht nur wertvoll, sondern fördern auch den Zusammenhalt und die Solidarität in der Gemeinde. Die Gewinne aus der ehrenamtlichen Arbeit fließen direkt in soziale Projekte in der Region, was den Verein zu einem unverzichtbaren Bestandteil des sozialen Gefüges macht.
Zusätzlich werden viele Alleinerziehende in ihrer täglichen Bewältigung unterstützt. Beratungsangebote helfen, Konflikte zu lösen und stabile Beziehungen zu fördern. In Deutschland haben Eltern Anspruch auf kostenlose Erziehungsberatung, was ein Schritt in die richtige Richtung ist. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, dass 22 Prozent der Kinder keinen Kontakt mehr zum anderen Elternteil haben. Hier könnte das neue Projekt des Frauenvereins einen wertvollen Beitrag leisten.
Ehrlich gesagt, es gibt noch viel zu tun. Die politischen Rahmenbedingungen für Alleinerziehende sind oft noch nicht optimal, und das zeigt sich in der Realität. Der zehnte Familienbericht, der kürzlich vorgestellt wurde, fordert gezielte Förderungen und eine Verbesserung der Lebensumstände. Der Frauenverein geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, dass Veränderung möglich ist, wenn die Menschen zusammenkommen und sich für das Gemeinwohl engagieren.
