Heute ist der 20. Juni 2026. In Glarus rumort es gewaltig, denn die Entscheidung des Kantons, die Petition zur wissenschaftlichen Überprüfung der Fuchsjagd abzulehnen, hat ordentlich für Gesprächsstoff gesorgt. Landammann Dr. Markus Heer hat sich in einem dreiteiligen Antwortschreiben geäußert, doch so richtig greifbar waren seine Argumente nicht. Eine einzige Studie wurde nicht zitiert. Und das, obwohl die IG Wild mit einem offenen Brief sieben Fragen aufwarf, die allesamt unbeantwortet blieben. Man fragt sich, ob im Regierungsrat vielleicht etwas der Mut oder die Lust fehlt, sich mit den wissenschaftlichen Fakten auseinanderzusetzen.

Die IG Wild kritisierte scharf, dass die Notwendigkeit der Fuchsjagd einfach ignoriert wurde. Das ist natürlich ein Schlag ins Gesicht für all jene, die sich für einen respektvollen Umgang mit der Natur einsetzen. Im Kanton Luzern wird immerhin ein wenig Licht in die Sache gebracht: Dort wurden 2.217 erlegte Füchse untersucht, und nur 39 davon waren krank. So viel zur Panikmache! Und ganz im Gegensatz dazu zeigt eine französische Studie, dass eine intensive Fuchsbejagung die Prävalenz des Fuchsbandwurms erhöht. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Jagd nicht immer die Lösung ist, die sie zu sein scheint.

Wissenschaftliche Befunde und ihre Bedeutung

Der Kanton Zug hat es sich nicht nehmen lassen, eine unabhängige Studie in Auftrag zu geben, die klarstellt, dass die Fuchsjagd wissenschaftlich nicht begründbar ist. Wenn man sich die Situation in anderen Regionen ansieht, wird es nicht einfacher. Luxemburg hat es geschafft, die Fuchsbandwurm-Prävalenz nach einem Jagdverbot von 40 auf unter 20 Prozent zu senken. Der Schweizerische Nationalpark, der seit 1914 jagdfrei ist, hat ebenfalls keine Probleme mit einer Überpopulation oder Seuchen. Ein Blick nach Genf zeigt, dass man seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt, dafür aber mit einem jährlichen Wildtiermanagement von rund einer Million Franken.

Die Argumente für die Fuchsjagd scheinen schwindelig zu werden, wenn man sich die wissenschaftliche Befundlage genauer ansieht. Die Kompensationseffekte, die durch Abschüsse entstehen, gleichen diese schnell wieder aus. Und anstatt auf Jagd zu setzen, haben Impfköder-Programme die Tollwut besiegt. Das sind doch positive Nachrichten, die Mut machen sollten!

Ökonomische Aspekte und ökologische Verantwortung

Ehrlich gesagt, die Jagd auf Füchse und andere Wildtiere ist nicht nur ein moralisches Dilemma, sondern auch ein finanzielles. Jährlich belaufen sich die Kosten auf über 100 Millionen Euro – das sind etwa 64 Euro pro getötetem Tier! Im Gegensatz dazu belaufen sich die Schäden durch Wildtiere lediglich auf 8 bis 23 Millionen Euro. Kommt einem irgendwie unverhältnismäßig vor, oder? In Deutschland beispielsweise werden jährlich rund 450.000 Füchse, über 70.000 Marder und mehrere Hunderttausend Rabenvögel getötet. Doch die Studie der Pariser Universität Sorbonne zeigt, dass diese Tötungen wichtige ökologische Prozesse stören, die nicht nur der Natur, sondern auch uns Menschen zugutekommen. Rabenvögel tragen zur Verbreitung von Samen und Früchten bei, während Füchse und Marder die Mäusepopulationen regulieren.

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Und dann ist da noch die Sache mit dem Bundesrat, der der pauschalen Jagd auf Wölfe zustimmte, obwohl diese Tiere eine essentielle Rolle als Beutegreifer spielen. Stattdessen wäre es sinnvoller, Herdenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Es ist also an der Zeit, die gesamte Jagdpraxis zu überdenken und den Fokus auf ökologische Balance zu legen. So viel steht fest!