Braunwalds Neuanfang: Der alpinen Tradition auf der Spur
Die Sportbahnen Braunwald AG stehen vor einem grundlegenden Wandel. Angesichts der veränderten klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen hat das Unternehmen beschlossen, den klassischen Skibetrieb ab der Wintersaison 2026/27 einzustellen. Richard Bolt, der Verwaltungsratspräsident der Sportbahnen, betont, dass die hohen Kosten und das veränderte Nachfrageverhalten das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig machen. Irgendwie klingt das nach einem traurigen Ende für eine Tradition, die viele Gäste und Einheimische über Jahre geschätzt haben.
Am 19. Juni 2026 wurde in Braunwald der Startschuss für einen Zukunftsprozess gegeben, der die Weichen für die Destination neu stellen soll. Gemeinsam mit Visit Glarnerland sowie weiteren zentralen Akteuren wird an einem Zukunftsbild gearbeitet. Bei mehreren Workshops wird eine Kern- und Strategiegruppe gebildet, um die Rollen und Verantwortlichkeiten zu klären. Das klingt nach einer Menge Arbeit, aber auch nach einer großen Chance. Die Gemeinde Glarus Süd unterstützt diesen Prozess und der Kanton Glarus hat bereits seine Hilfe im Rahmen seiner Förderinstrumente zugesichert.
Die Herausforderungen im alpinen Tourismus
Der Druck auf den alpinen Tourismus ist nicht zu unterschätzen. Klimatische Veränderungen und ein verändertes Nutzerverhalten bringen die Branche in eine Zwickmühle. Die Sportbahnen Braunwald AG sieht sich mit hohen strukturellen Kosten konfrontiert, und das bisherige Geschäftsmodell ist einfach nicht mehr tragfähig. Das ist nicht nur ein Problem für die Betreiber, sondern auch für die gesamte Region, die von dem Tourismus lebt. Hier wird klar, dass es an der Zeit ist, neue Wege zu gehen.
Die Kern- und Strategiegruppe wird verschiedene Stakeholder-Interviews durchführen, um die unterschiedlichen Erwartungen und Vorstellungen zur künftigen Ausrichtung und Governance der Destination zu erfassen. Ein partizipativer Prozess, der voraussichtlich rund sechs Monate in Anspruch nehmen wird, soll ein klares Zukunftsbild erarbeiten. Das klingt zwar aufwendig, aber es könnte der Schlüssel sein, um Braunwald als attraktives Ziel für Touristen und Einheimische neu zu positionieren.
Der Blick nach vorn
Die Vision der Sportbahnen Braunwald AG und ihrer Partner könnte durchaus eine positive Wendung nehmen. Es wird geprüft, ob Gelder aus der Neuen Regionalpolitik (NRP) von Bund und Kanton bereitgestellt werden können. Das ist wichtig, denn ohne finanzielle Unterstützung wird es schwierig, die nötigen Änderungen zu realisieren. Der alpine Tourismus muss sich anpassen, und das gelingt nur mit einem klaren Plan und einer starken Zusammenarbeit aller Beteiligten. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden.
Jetzt heißt es, die Ärmel hochzukrempeln und zu schauen, wie die Zukunft von Braunwald aussehen wird. Die Herausforderungen sind groß, aber mit einem gut durchdachten Konzept und dem Engagement aller Beteiligten könnte Braunwald bald wieder aufblühen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!
