Ein Brand in Sax SG, das ist kein alltägliches Ereignis. Am Samstag, kurz nach 12:45 Uhr, entflammte in einer Scheune das Feuer, das die Anwohner aufhorchen ließ. Die Notruf- und Einsatzleitzentrale St. Gallen bekam gleich mehrere Anrufe, die das Unheil meldeten. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Futtermittellager in Flammen, und die Hitze war nicht zu übersehen! Zum Glück gab es eine Brandschutzwand, die wie ein mutiger Ritter agierte und verhinderte, dass die Flammen auf den Kuhstall übergriffen. Das hätten die Tiere nicht überlebt.

Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort und brachten das Feuer zügig unter Kontrolle. Doch Brandbekämpfung ist kein Zuckerschlecken! Um die Glutnester zu bekämpfen, mussten die Feuerwehrleute die Brandschutzwand und das angrenzende Dach aufbrechen. Dabei stellte die Wasserknappheit eine zusätzliche Herausforderung dar. Man musste auf weiter entfernte Wasserreserven zurückgreifen – ein echter Kraftakt! Auch wenn das Feuer gelöscht wurde, bleibt der Sachschaden nicht unerheblich: Laut ersten Schätzungen beläuft er sich auf über 100.000 Franken.

Die Folgen des Feuers

Die gute Nachricht: Anwohner und Tiere blieben unverletzt. Die evakuierten Kühe und Kälber fanden vorübergehend ein neues Zuhause bei benachbarten Landwirtschaftsbetrieben. Doch nicht alle kamen unbeschadet davon. Ein Feuerwehrmann musste wegen einer Kreislaufschwäche ins Spital gebracht werden – die hohen Temperaturen machten selbst den erfahrensten Einsatzkräften zu schaffen. Und während die Feuerwehr mit 56 Angehörigen, der Kantonspolizei St. Gallen, dem Rettungsdienst und einem Mitarbeiter der Gebäudeversicherung St. Gallen für Sicherheit sorgte, bleibt die Frage nach der Brandursache offen. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen hat das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei beauftragt, die Ermittlungen aufzunehmen.

Interessant zu wissen ist, dass in der Schweiz jährlich rund 500 Brände in landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden gemeldet werden. Die Hauptursachen sind oft Blitzschläge (50,7%), gefolgt von elektrischen Problemen (15,6%) und Feuerungsanlagen (10,3%). Viele dieser Brände resultieren aus menschlicher Unachtsamkeit, was die Sache umso tragischer macht. Um dem entgegenzuwirken, geht die Brandschutzfachstelle BFB eine langfristige Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Landwirtschaft BUL ein. Ziel ist es, Betriebsverantwortliche und Mitarbeitende für Brandgefahren zu sensibilisieren und leicht anwendbare Empfehlungen zur Vermeidung von Bränden bereitzustellen.

In den nächsten zwei Jahren werden Informationen über Brandverhütung kostenlos an landwirtschaftliche Betriebe verteilt. Dazu kommen Merkblätter, Fachartikel und Flyer, die auf Fachmessen und Veranstaltungen präsentiert werden. Wer mehr wissen möchte, kann die Webseiten www.bfb-cipi.ch/landwirtschaft und www.bul.ch/brandverhuetung besuchen. Die Initiative könnte helfen, solche Vorfälle wie den in Sax SG in Zukunft zu verhindern und das Bewusstsein für Brandschutz in der Landwirtschaft zu schärfen.

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