In Glarus fand ein bezauberndes Konzert statt, bei dem nicht nur die Musik, sondern auch die Atmosphäre im Wortreich für einen unvergesslichen Abend sorgte. Christa Pellicciotta begrüßte das Publikum herzlich und wies auf die regelmäßigen Events hin, die das Wortreich zu einem kulturellen Zentrum machen. Filme nahmen einen breiten Raum in der Veranstaltung ein, doch der Abend gehörte vor allem der Musik. Ein Schattenspiel auf der Bühne kündigte den Auftritt an, als die Klänge einer Kuhglocke den Beginn der Darbietung einläuteten.
Stefano Barigazzi, ein junger und charismatischer sizilianischer Künstler, eröffnete den Abend mit einer kraftvollen und emotionalen Performance. Seine Darbietung vereinte Elemente aus der Blues- und Lebenswelt des englischen Sprachraums und war eine Mischung aus Leidenschaft, Kraft, Träumerei und Anbetung. Barigazzi, der bereits mehrere hundert Konzerte gegeben hat und 2019 die Italian Blues Challenge gewann, präsentierte sich als erfahrener Sänger und Gitarrist. Der Saxofonist Juanjo Cabillas, der den erkrankten Bassisten Fabio Bianchi ersetzte, ergänzte die Performance perfekt, indem er Melodien aufnahm und verzierten konnte.
Ein Abend voller Emotionen
Die Kompositionen wurden ohne Noten gespielt, was die Kompaktheit und Intensität der Darbietung noch beeindruckender machte. Barigazzi, der 2018 in New Orleans lebte und auf zahlreichen Festivals in Europa auftrat, zeigte eine starke und gefühlvolle Performance, die das Publikum fesselte. Die Zugabe mit dem Titel „Good Night“ führte zu einem lebhaften Gedankenaustausch an der Bar, während die Gäste noch lange über die musikalischen Erlebnisse des Abends sprachen.
Für alle, die das Konzert verpasst haben, gibt es gute Nachrichten: Ein weiteres Konzert findet am Samstag, den 18. April 2026, um 20:30 Uhr statt. Der Barbetrieb beginnt bereits um 20:00 Uhr, und der Eintritt kostet Fr. 30.-, während Schüler und Studierende für nur Fr. 25.- dabei sein können. Platzreservierungen sind möglich, sodass man sich rechtzeitig einen Platz sichern kann.
Blues und Jazz – eine kulturelle Reise
Die Wurzeln der Bluesmusik sind tief in der Geschichte verwurzelt. Ursprünglich aus Westafrika stammend, wurde der Blues durch Griots geprägt, die Geschichten musikalisch erzählten. Der Kolonialismus führte dazu, dass sich der Blues mit europäischem Einfluss und afrikanischer Polyrhythmik vermischte und in Nordamerika verbreitete. In den Südstaaten, besonders in New Orleans, fand der Blues seine Heimat und entwickelte sich weiter. Jazz, dessen Ursprünge ebenfalls in New Orleans liegen, entstand im „Congo Square“ und bezaubert durch seine Improvisation und Energie.
Die Popularität von Jazz und Blues führt auch zu einer hohen Nachfrage nach Konzerten und Tickets. Künstler wie W. C. Handy, bekannt als „Father of the Blues“, trugen zur Verbreitung dieser Musikstile bei und inspirierten Generationen von Musikern. Die Verbindung zwischen Blues und Jazz zeigt sich auch in der Arbeit von Künstlern wie Keb’ Mo’ und Joja Wendt, der mit seiner virtuosen Pianokunst begeistert.
In Glarus wird das musikalische Erbe lebendig gehalten, und Konzerte wie das von Stefano Barigazzi sind ein wunderbarer Ausdruck dieser Tradition. Es bleibt zu hoffen, dass noch viele weitere Events folgen, die die Kultur der Blues- und Jazzmusik in unserer Region stärken.